Physische Rohstoffe: Wiener Silber Philharmoniker (Teil 4)
Die Anlage in physische Edelmetalle wie Gold- und Silbermünzen wird immer beliebter. Im Rahmen der Serie „Physische Rohstoffe“ stellt DER AKTIONÄR an dieser Stelle die interessantesten Münzen vor.
Den Wiener Philharmoniker in Silber gibt es zwar erst seit 2008, doch schon jetzt zählt er zu den beliebtesten Silber-Anlagemünzen weltweit. Gleich im ersten Jahr ihrer Prägung wurde die Münze fast acht Millionen Mal verkauft, obwohl für 2008 nur eine Auflage von drei Millionen Unzen geplant war. Doch die Nachfrage war so enorm, dass die Österreichische Prägeanstalt die Auflage deutlich erhöhen musste. 2010 wurden sogar 11,3 Millionen Unzen verkauft.
Der Silber Philharmoniker ist die erste Anlagemünze in Silber, die einen Nennwert in Euro besitzt. Zudem ist sie offizielles Zahlungsmittel in Österreich. Der reine Silberwert übersteigt den ziemlich ungewöhnlichen Nennwert von 1,50 Euro aber, wie bei den meisten Bullionmünzen, um ein Vielfaches.
Benannt ist die Münze nach dem weltbekannten Wiener Orchester - den Wiener Philharmonikern. Ausgewählte Orchester-Instrumente zieren deshalb auch die Vorderseite der Münze - die Rückseite zeigt die weltberühmte Orgel des Wiener Musikvereins. Analog zum Gold-Pendant verfügt die Münze über ein jährlich unverändertes Motiv. Der Münzrand wurde ohne Inschrift und im Gegensatz zur Goldausgabe ohne Kerben geprägt.
Heimische Anlagemünze
Der Silber Philharmoniker hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einer beliebten Anlagemünze entwickelt. Aufgrund der niedrigen Transportkosten nach Deutschland ist die Münze hierzulande sehr günstig und nahezu bei jedem Händler zu bekommen. Ihre Prägequalität kann als äußerst hochwertig eingestuft werden. Wegen der hohen Auflage wird sich der Wert der Münze aber sehr stark am Silberpreis orientieren. Die Münzen werden in sogenannten Tubes zu je 20 Stück verkauft. Sie sind zwar auch einzeln zu bekommen, doch in Tubes lassen sie sich deutlich besser wieder verkaufen.
Im Gegensatz zu Goldmünzen werden Silbermünzen in Deutschland allerdings mit einer Mehrwertsteuer von sieben Prozent belegt. Dennoch sollte ein physisches Edelmetall-Depot nicht nur aus Gold bestehen. Eine Beimischung mit Silber ist in jedem Fall ratsam und mit dem Silber Philharmoniker kann der Anleger nichts falsch machen.
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