Physische Rohstoffe: Australian Silver Kangaroo (Teil 13)
Die Anlage in physische Edelmetalle wie Gold- und Silbermünzen wird immer beliebter. Im Rahmen der Serie „Physische Rohstoffe“ stellt DER AKTIONÄR an dieser Stelle die interessantesten Münzen vor.
Das australische Silber Känguru wird bereits seit 1993 geprägt und ist als klassische Sammlermünze einzuordnen. Das Silber Känguru, welches im Original Silver Kangaroo heißt, wird zwar auch von der australischen Prägestätte Royal Australian Mint herausgegeben, doch mit dem Australian Gold Nugget, der seit 2008 Australian Kangaroo genannt wird, hat diese Münze nichts zu tun. Es sind zwei unterschiedliche Münzserien.
Auch wenn beide Münzserien jeweils auf der einen Seite ein Porträt der Königin Elizabeth II. und auf der anderen Seite ein Motiv des berühmten australischen Kängurus ziert, so unterscheiden sich die jährlich wechselnden Motive beider Münzserien doch erheblich.
Das Silber Känguru gibt es nur in der 1-Unzen-Variante. Sein Feingehalt liegt bei 999/1000 Anteilen Silber. Neben einer Stempelglanzausgabe gibt es seit 1998 jährlich auch eine sogenannte Proof-Variante in besonders hochwertiger Ausführung. Diese Münzen sind ausschließlich verkapselt mitsamt Etui und Umkarton erhältlich und werden mit polierten Stempeln und polierten Ronden gefertigt. Die Stempelglanzausgabe wird von der Prägestätte in drei Versionen emittiert. Am beliebtesten ist die Blisterverpackung, gefolgt vom Münzetui und der gekapselten Ausgabe.
Münze mit Sammlerwert
Im Vergleich mit anderen Bullionmünzen sind die Prägezahlen relativ gering und führen zu einem entsprechenden Aufschlag, weshalb sie ausschließlich für Sammler interessant sind. Der Aufschlag des aktuellen Jahrgangs beträgt gegenüber einer vergleichbaren Bullionmünze wie beispielsweise dem Maple Leaf rund 60 Prozent. Für einen Anleger, der für sein Geld möglichst viel Silber erhalten möchte, ist diese Münze daher ungeeignet. Zudem ist die Münze nicht bei allen Händlern zu bekommen.
Doch für Anleger, die auf eine hohe Wertsteigerung spekulieren, ist die Serie durchaus interessant, denn für ältere Ausgaben muss man teilweise schon tief in die Tasche greifen. Eine der begehrtesten Auflagen dürfte der Jahrgang 2007 sein, denn in diesem Jahr war die Nachfrage nach Münzen so niedrig, dass nur etwa 4.000 Exemplare der Stempelglanzausgabe geprägt wurden.
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