Physische Rohstoffe: Australian Nugget/Kangaroo (Teil 5)
Die Anlage in physische Edelmetalle wie Gold- und Silbermünzen wird immer beliebter. Im Rahmen der Serie „Physische Rohstoffe“ stellt DER AKTIONÄR an dieser Stelle die interessantesten Münzen vor.
Der Australian Nugget wurde erstmals 1986 geprägt. Benannt wurde er nach seinen Namensvettern aus den Goldgräberjahren und dem anfangs abgebildeten Nugget (Goldklumpen). 1989 entschied sich die australische Prägestätte „Perth Mint" allerdings dazu, das Motiv zu wechseln. Bis heute erscheint die Münze mit einem jährlich veränderten Motiv des australischen Kängurus - eines der bekanntesten Tiere und typischer Vertreter der Fauna Australiens. Daher bekam die Münze 2008 auch den Namen Australian Kangaroo. Staatsoberhaupt aller Staaten des Commonwealths, also auch von Australien, ist offiziell die Königin von Großbritannien. Daher ist auf der Rückseite aller Münzen das Porträt von Queen Elizabeth II. zu sehen.
Zwei Qualitäten
Die Goldmünze wurde bis 2005 jährlich in zwei Qualitäten geprägt - in der Normalausgabe Stempelglanz in hoher Stückzahl und in Proof-Qualität in geringer Stückzahl. Seit 2005 gibt es keine Proof-Ausgabe mehr. Während sich der Wert der Normalausgabe und auch älterer Ausgaben sehr nahe am Goldpreis orientiert, kann für den einen oder anderen Proof-Jahrgang schon einmal ein hoher Sammleraufpreis erzielt werden. Die Münze ist im Heimatland Australien offizielles Zahlungsmittel, aber wie bei den meisten Münzen übersteigt der Goldwert den aufgeprägten Nennwert um ein Vielfaches.
Der Australian Nugget/Kangaroo ist aufgrund seiner hohen Prägequalität, seiner Feinheit von 999,9/1000 und seines geringen Aufpreises recht beliebt und zählt zu den umsatzstärkeren Goldmünzen. Aus diesem Grund ist die Münze auch sehr gut handelbar und eignet sich daher optimal als Beimischung für ein physisches Edelmetall-Portfolio. Wie alle Goldmünzen ist auch der Australian Nugget/Kangaroo in Deutschland von der Mehrwertsteuer befreit.
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