Martin Weiß
Das TecDAX-Schwergewicht Aixtron hat am Morgen einen Auftrag für seine neue G5-Anlagengeneration gemeldet. Käufer ist Philips Lumileds, einer der weltweit führenden Hersteller von Hochleistungs-LEDs. Trotz der positiven News gerät die Aixtron zum Handelsauftakt in einen gefährlichen Abwärtsstrudel.
Aixtron verliert im frühen Geschäft an Boden und büßt in einem schwachen Gesamtmarkt rund 2,5 Prozent auf 20,26 Euro ein. Der im April begonnene Abwärtstrend ist intakt, ein weiterer Test der Unterstützung bei 18,88 Euro nun wahrscheinlich.
Anleger unbeeindruckt
Der Maschinenproduzent für die LED-Industrie hat gemeldet, dass Philips Lumileds eine weitere G5-MOCVD-Anlage gekauft hat. In der Pressemitteilung heißt es: "Mit der Einführung der neuen G5-Anlagengeneration unterstreicht Aixtron einmal mehr seine technologische Führungsrolle', sagt Dr. Rainer Beccard, Vice President Marketing bei Aixtron. 'Hier liefern wir unseren Kunden ein System, mit dem sie in der Lage sind, eine mehr als doppelt so hohe Produktivität im Vergleich zu vorigen MOCVD-Generationen zu erzielen".
An der Börse vermag die News der Aktie keine frischen Impulse zu liefern. Solche sind erst in den kommenden Wochen zu erwarten, wenn der Termin für die Veröffentlichung (geplant: 29.07.) der Zweitquartalszahlen näher rückt und die Analysten damit beginnen, ihre Prognosen abzugeben.
Charttechnisch ist nicht viel aus Aixtron rauszuholen: Im Bereich um 18,88 Euro verläuft die horizontale Unterstützung, deren Bruch Kurse um 17,50 Euro nach sich ziehen könnte. Ein erfolgreicher Test eröffnet Aufwärtspotenzial bis 22,36 Euro (Aufwärtstrend, GD38).
