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Pfleiderer: Kein guter Rat

Markus Bußler

Pfleiderer? Verkaufen! Das meint jedenfalls Heino Hammann, Analyst bei der NordLB. Er hat in seiner jüngsten Branchenstudie den Bausektor von "Positiv" auf "Neutral" abgestuft. Beim Konjunkturmotor sei seiner Ansicht nach Sand im Getriebe. Neue Impulse? Fehlanzeige.

Auch Richard Schramm, Analyst bei HSBC, ist alles andere als euphorisch für die Papiere des Bau- und Möbelzulieferers Pfleiderer. Er stuft die Aktie mit "Neutral" ein. Allerdings sieht er die gesamte Branche weitaus optimistischer als sein Kollege. Die Juli-Aufträge des deutschen Anlagenbaus hätten ihn positiv überrascht. Die Unternehmen profitieren von einer anhaltend hohen Investition in den Ländern des asiatisch-pazifischen Wirtschaftsraums.

DER AKTIONÄR hat sich bereits mehrfach positiv zu Pfleiderer geäußert. Die Aktie ist eine der spannendsten Turnaround-Storys im Midcap-Bereich. Der Konzern litt unter der Finanzkrise, vor allem die Verschuldung machte dem Unternehmen zu schaffen. Doch die Refinanzierung ist geglückt. Auch wenn Pfleiderer im laufenden Jahr noch rote Zahlen schreiben wird - die Nachfrage hat zuletzt deutlich angezogen, die Auslastung der Werke ist gestiegen. Und auch die Preise haben sich zuletzt wieder leicht erholt. Der Turnaround sollte im kommenden Jahr gelingen. Die schlechten Nachrichten wie beispielsweise der Abstieg aus dem MDAX sind in den aktuellen Kursen bereits eingepreist. Weshalb Analysten auf dem derzeitigen Kursniveau, bei dem sich auch charttechnisch ein Boden gebildet hat, zum Verkauf raten, ist nicht ersichtlich. DER AKTIONÄR bekräftigt seine Kaufempfehlung für risikobereite Anleger mit einem ersten Kursziel bei 6,00 Euro.

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