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Pfleiderer: Ein Zockerpapier ohne Chance

Markus Bußler

Die Aktie des insolventen Holzverarbeiters Pfleiderers befindet sich fest in der Hand von Zockern. Kurzzeitig lief das Papier von unter 0,10 Euro auf knapp 0,40 Euro, nur um dann genauso schnell wieder einbrechen. DER AKTIONÄR rät Anlegern, die Finger von der Aktie zu lassen. Es droht der Totalverlust.

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Die Meldung, dass das Unternehmen die Altaktionäre aus dem Unternehmen ausschließen will, hat Ende vergangener Woche viele Hoffnungen zerstört und die Aktie auf Talfahrt geschickt. Das Grundkapital soll auf Null herabgesetzt werden. Anschließend soll eine Kapitalerhöhung durchgeführt werden. „Nach dem vorgesehenen Insolvenzplan soll das Bezugsrecht der Aktionäre vollständig ausgeschlossen werden", teilte das Unternehmen am Freitag mit. Der Insolvenzplan sehe weder Zahlungen an die derzeitigen Aktionäre noch an nachrangige Gläubiger vor. Die neuen Aktien sollen auch nicht an der Börse gehandelt werden. Wer der neue Geldgeber ist, der auch die Kapitalerhöhung durchführen wird, ist noch nicht bekannt.

Damit dürfte die Akte Pfleiderer auf mittelfristige Sicht endgültig geschlossen werden. In den kommenden zwei Wochen dürfte das Gericht in Düsseldorf den Insolvenzplan prüfen - und vermutlich genehmigen. Zwar könnte es im Anschluss noch Klagen von Aktionären geben, doch die Erfahrung zeigt: Solche Verfahren ziehen sich meist in die Länge und bringen nur selten einen guten Ausgang für die Aktionäre. Anleger sollten das Papier meiden. Das Papier ist bestenfalls für Zocker geeignet, die die prozentual hohen Kurssprünge nutzen. Für alle anderen Anleger hält der Aktienmarkt derzeit aussichtsreichere Investments bereit.

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