Pfeiffer Vacuum: Margen-Druck
Wegen der Schwäche der Halbleiter- und Solarmärkte hat Pfeiffer Vacuum 2011 schlechter verdient, als es Marktexperten erwartet haben. Doch für die Zukunft sieht sich der Konzern gut gerüstet. Die Auftragsbücher sind prall gefüllt. Aus bewertungstechnischen Gesichtspunkten ist die Aktie eigentlich ein Muss.
Pfeiffer Vacuum ist 2011 leicht hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Dem Spezialpumpen-Hersteller hat die zyklische Schwäche der Halbleiter- und Solarmärkte auf das Geschäft gedrückt. Zwar stieg der Umsatz von 220,5 auf 519,5 Millionen Euro. Dies lag aber vor allem an der Übernahme des französischen Konkurrenten Adixen.
Niedrigere Marge
Zwar war der Kauf für 200 Millionen Euro Ende 2010 für Pfeiffer Vacuum ein gutes Geschäft. Doch die operative Marge sank dadurch deutlich auf 14,6 Prozent. Vor der Übernahme kam Pfeiffer noch auf Margen von 24 Prozent. Das liegt daran, dass die Franzosen im margenschwächeren Geschäft mit Vorpumpen stark sind, die Hessen bei den rentableren Turbopumpen.
Hoher Auftragsbestand
Über mangelnde Aufträge braucht sich Pfeiffer derzeit überhaupt nicht beklagen. Es trudelten Bestellungen über 516 Millionen Euro ein. Pfeiffer-Chef Manfred Bender sieht sich für künftiges Wachstum gut gerüstet und kündigt für die nächsten Jahre deutliche Steigerungen der EBIT-Marge an.

Starke Kennzahlen
Bei genauerer Betrachtung wichtiger Kennzahlen steht Pfeiffer Vacuum hervorragend da. So ist das Unternehmen mit einer Eigenkapitalquote von über 60 Prozent äußerst solide finanziert. Die hohe Dividendenrendite spricht ebenfalls für die Aktie. Nach einer Ausschüttung von 2,90 Euro dürfte die Dividende für 2011 auf 3,50 Euro pro Aktie steigen. Die Dividendenrendite beliefe sich damit auf 4,3 Prozent. Außerdem ist die Aktie mit einem 2012er-KGV von 15 nicht teuer wenn man bedenkt dass der Gewinn in 2013 und 2014 zweistellig wachsen wird. Langfristig orientierte Anleger greifen zu. Erstes Kursziel: 95 Euro.
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