Jochen Kauper
Die Deutsche Post hat im dritten Quartal die Erwartungen der Analysten für das dritte Quartal übertroffen. Damit nicht genug, Konzernchef Frank Appel hat die Prognosen für das Gesamtjahr angehoben. Die Aktie geht durch die Decke!

"Unser Wachstumstrend ist ungebrochen", so das Fazit von Deutsche Post-Chef Frank Appel. Nahezu keine Anzeichen von einer Abschwächung der Konjunktur, keine Rezessionstendenzen in Sicht, kein Einbruch, keine Krise die nahezu wöchentlich von verschiedenen Wirtschaftsexperten prognostiziert beziehungsweise herbeigeredet wird.
Welche Krise?
"Unsere Frühwarnsysteme geben uns bisher noch keine Hinweise auf eine bevorstehende, besorgniserregende Abschwächung unseres Geschäfts", hob Appel hervor. Allen voran das Expressgeschäft der Post-Tochter DHL sorgte für Freudenstrahlen bei der Unternehmensführung. Summa summarum betrug der Umsatz der Deutschen Post im dritten Quartal rund 13,1 Milliarden Euro. Ein Plus von 2,5 Prozent. Aufgrund verschiedener Kostensenkungsmaßnahmen steig das EBIT überproportional um 18,5 Prozent auf 646 Millionen Euro. Sogar im Brief-Bereich konnte der Umsatz wieder leicht zulegen. Zwar leidet das klassische Brief-Geschäft unter der Konkurrenz von E-Mail, Facebook, Twitter & co, allerdings bringt das Internet auch große Vorteile für die Post: Der weltweite Shopping-Wahn im World Wide Web treiben das Paket-Geschäft der Deutschen Post voran.
Analysten überrascht - Prognose angehoben
Damit übertrafen Appel & Co die Erwartungen der Analysten. Diese hatten im Vorfeld Erlöse in Höhe von 12,9 Milliarden und ein EBIT von 586 Millionen Euro erwartet. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung hob die Deutsche Post die Prognose für das Gesamtjahr an. Frank Appel erwartet nun ein EBIT von mehr als 2,4 Milliarden Euro. Grund für die positiven Aussichten ist die gute Positionierung der Deutschen Post den Wachstumsmärkten Asien oder Lateinamerika. „Die Ergebnisse des abgelaufenen Quartals unterstreichen einmal mehr unsere herausragende Marktposition. Wir sind überall dort, wo die Dynamik auch weiterhin am höchsten ist: In den Schwellenländern in Asien, dem Mittleren Osten und Lateinamerika genauso wie im stark wachsenden Paketmarkt in Deutschland."

Dividendenhit
Bei neun Euro hat die Aktie einen Boden ausgebildet. Fundamental ist die Aktie mit einem 2012er-KGV von neun günstig bewertet. Obendrauf gibt es noch eine knackige Dividendenrendite von knapp sechs Prozent. Investierte Anleger bleiben bei der Post an Bord.