Paukenschlag: AKTIONÄR - Top-Tipp Augusta vor Übernahme
Ein weiteres Technologieunternehmen wird vom deutschen Kurszettel verschwinden. Die TKH Group will die Augusta AG übernehmen. Die Niederländer bieten 21,00 Euro je Augusta-Aktie – ein Aufschlag von rund 17 Prozent. DER AKTIONÄR hält das Angebot für zu niedrig. Anleger sollten daher vorerst kein Stück aus der Hand geben.
Die niederländische TKH Group N.V will die Augusta AG übernehmen. TKH bietet allen Aktionären 21,00 Euro je Aktie. Dies entspricht einem Aufschlag von rund 17 Prozent auf den Augusta-Kurs vom Dienstag - und auch auf den Augusta-Empfehlungskurs in der laufenden Ausgabe vom AKTIONÄR. Die TKH Group strebt mit ihrem Angebot eine Mindestannahmequote von 75 Prozent der ausstehenden Augusta-Aktien an. Laut einer Mitteilung des Unternehmens hat TKH bereits mit mehreren Großaktionären von Augusta Andienungsangebote geschlossen.
Wachstum in 3D
Augusta hat sich in den letzten Monaten in einem wachstumsstarken Markt eine gute Position erarbeitet. Das Unternehmen konzentriert sich auf den Bereich Vision Technologies. Heißt: Augusta liefert digitale Kameras und optische Sensorsysteme an Kunden aus verschiedensten Märkten. Darunter fallen zum Beispiel Abnehmer aus der herstellenden Industrie wie dem Maschinen- und Anlagenbau, der Medizintechnik oder sogar Unternehmen aus der Verkehrs- und Sicherheitstechnik.
Voll im Trend
Großer Vorteil der Augusta-Produkte: Das Unternehmen hat neben digitalen Kameras oder Infrarot-Kameras für Wärmebild bis hin zur zu Röntgen- und Hochgeschwindigkeitskamera ein ausgeklügeltes Produktportfolio. Mit derartigen Kameras können die Kunden eine Messgenauigkeit im Mikrometerbereich erreichen. Anders ausgedrückt: Die digitale Kameralösungen und optische Sensoren von Augusta machen genau das sichtbar, was dem menschlichen Auge verborgen bleibt. Die Produkte werden genau dann eingesetzt, wenn es bei den Kunden um mehr Effizienz oder Qualität geht.
Scharfe Zahlen
Das Geschäft läuft. Zuletzt hat Augusta einmal mehr sehr gute Zahlen für das Geschäftsjahr 2011 vorgelegt. Der Umsatz stieg, bereinigt um das verkaufte Segment Sensortechnik, um 31 Prozent auf 101,3 Millionen Euro. Das EBITDA erhöhte sich zum Vorjahr um 60 Prozent auf 17,8 Mio. Die EBITDA-Marge stieg auf 17,6 Prozent.

Weiter halten
Die Buy-and-Build-Strategie von Augusta ist zuletzt voll aufgegangen. Das Unternehmen hat sich hervorragend entwickelt. Anleger, die der Empfehlung in der aktuellen AKTIONÄR-Ausgabe 15/12 gefolgt sind, sollten vorerst kein Stück aus der Hand geben. DER AKTIONÄR bleibt bei seiner positiven Einschätzung und einem Kursziel von 24,50 Euro.
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