Patrizia: 20 Prozent in zwei Wochen!
Die Kaufempfehlung der Patrizia-Aktie nach dem LBBW-Deal ist bislang aufgegangen. Der Kurs hat seitdem ein gutes Stück zugelegt. Doch wo liegen jetzt die nächsten Zielmarken und ist der Immobilienkonzern immer noch ein Kauf?
Am 14. Februar 2012 hatte Patrizia Immobilien überraschend den Zuschlag im Bieterverfahren um die LBBW Immobilien GmbH erhalten (siehe Pressemitteilung vom 14.02.12). Unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Aufsichtsbehörden wird sich das verwaltete Immobilienvermögen der Gesellschaft um circa 1,44 Milliarden Euro auf knapp 7,00 Milliarden Euro erhöhen.
Klarer Kauf
DER AKTIONÄR empfahl nach dieser Meldung die Patrizia-Aktie im Bereich von vier Euro zum Kauf, zumal der charttechnische Ausbruch über den starken Widerstand bei 4,11 Euro bevorstand. Der endgültige Ausbruch erfolgte zwar erst wenige Tage später, doch er gelang. Seitdem geht es mit der Aktie Schritt für Schritt nach oben - gegenüber dem Empfehlungskurs sind es bereits knapp 20 Prozent. Auch das Kursziel von fünf Euro ist nicht mehr weit entfernt.
Noch Potenzial
In Bezug auf den Net Asset Value (NAV) hätte die Aktie ihr Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Laut Kai Klose, Anaylst bei der Berenberg Bank, liegt der Substanzwert bei rund sechs Euro. Allerdings ist Patrizia kein klassischer Bestandshalter, sodass der NAV nur teilweise als Wertansatz für das Geschäftsmodell herhalten kann. Entscheidend ist auch, welche freien Mittel Patrizia aus dem laufenden Geschäft generiert und ob diese in die Dividende fließen werden. Aufgrund der starken Ausweitung des Asset-Managements sollte sich diese Kennzahl deutlich verbessern.

Luft holen lassen
Die Patrizia-Aktie hat sich seit Mitte Februar außerordentlich gut entwickelt, sodass es durchaus an der Zeit für Gewinnmitnahmen ist. Mittelfristig sollte aber der Transformationsprozess vom Immobilienhändler zum vollstufigen Immobilienunternehmen erfolgreich fortgesetzt und von steigenden Kursen begleitet werden. Wer noch nicht dabei ist, sollte im Bereich von 4,50 Euro ein Abstauberlimit legen.
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