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Online-Musterdepot: Was machen ADVA, C.A.T. Oil, Cenit, ElringKlinger, Lufthansa, M.A.X. Automation, LPKF Laser und Paion?

Michael Schröder

Die langfristige Performance des Online-Musterdepots kann sich weiter sehen lassen. Seit dem Start vor 13 Monaten wurde eine Performance von über 230 Prozent erzielt. Derzeit befinden sich acht Werte im Depot. DER AKTIONÄR zeigt auf, worauf sich die Anleger bei den einzelnen Positionen einstellen müssen?

Mit den im Februar vorgelegten Zahlen haben die Online-Musterdepotwerte Cenit und M.A.X. Automation die Erwartungen übertroffen. Beide Aktien befinden sich in einer Aufwärtsbewegung und haben ihr Kurspotenzial noch nicht annähernd ausgeschöpft. Depotneuling Paion lieferte in der vergangenen Woche einen tollen Start. Der Lufthansa-Turbo notiert deutlich im Minus und bleibt das Sorgenkind. Aktuell umfasst das Musterdepot acht Werte. Wie sind die Aussichten der einzelnen Positionen einzuschätzen?

Anleger können weiterhin alle Transaktionen im Online-Musterdepot für nur 9,90 Euro pro Monat auf Ihr Handy holen. Mehr Informationen zum SMS-Alarm sind nur einen Klick entfernt. Sie können sich aber auch weiterhin per E-Mail über alle Depotveränderungen informieren lassen.

M.A.X. Automation: Weiter aufwärts

Trotz des anhaltend schwierigen Marktumfelds hat die M.A.X. Automation im zweiten Halbjahr 2009 die operative Trendwende vollzogen. Im laufenden Jahr will Vorstand Bernd Priske Umsatz und Gewinn wieder spürbar steigern. Der "Umweltspezialist zum Dumping-Preis" dürfte seine Aufwärtsbewegung weiter fortsetzen. Der Titel notiert auf Buchwert und wird mit einem niedrigen zweistelligen KGV gehandelt - bei der Wachstumsfantasie ist das eindeutig zu günstig. Ein Sprung über die 3-Euro-Marke erscheint nur eine Frage der Zeit. Das mittelfristige Kursziel liegt bei 4,00 Euro. 

Cenit: Steigende Nachfrage

DER AKTIONÄR hatte bereits mehrfach auf die gute Geschäftsentwicklung bei der Cenit AG hingewiesen. Die Gesellschaft ist ohne größere Rückschläge durch das Krisenjahr 2009 gekommen. Im laufenden Jahr peilt der Vorstand eine anhaltend positive Geschäftsentwicklung an. Die steigende Nachfrage, die günstige Bewertung und die aussichtsreiche Charttechnik bei dem führenden Dienstleister für Product-Lifecycle und Dokumenten-Management sorgen für Fantasie. Rückenwind bekommt die Aktie von den Analysten von SES Research. Sie haben ihre Prognosen für das laufende Jahr und das Kursziel auf 6,80 Euro angehoben. Der Startschuss für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung dürfte bald gefallen.

LPKF Laser: Viel Fantasie

LPKF Laser hat 2009 ein neues Verfahren auf den Markt gebracht, um dreidimensionale Schaltungsträger zu strukturieren. Mit diesem 3D-MID genannten Verfahren werden zum Beispiel Handyantennen platzsparend und kostengünstig in die Plastikschalen der Geräte integriert. Unter anderem soll Gerüchten zufolge die Antenne des im Frühjahr erwarteten iPhone 4G mit dieser Technologie integriert worden sein. Mit 3D-MID verfügt LPKF aktuell über zehn Prozent Marktanteil, dürfte aber in den nächsten Quartalen aufgrund der überlegenen Technologie deutlich zulegen. Die Auftragsbücher sind voll, sodass für das laufende Jahr ein deutliches Wachstum zu erwarten ist. Das 2010er-KGV liegt auf Basis konservativer Schätzungen bei günstigen 10. Das erste Kursziel für diese Position wird bei 6,00 Euro gesehen. 

Paion: Startschuss gefallen

Bei Paion ist der Startschuss für die Fortsetzung der Aufwärtsbewegung gefallen. Den nötigen Impuls lieferte eine Präsentation von Paions Partner Lundbeck auf einer Fachkonferenz zum Thema Schlaganfall in San Antonio, bei der mögliche Gründe für das damalige Scheitern des Paion-Wirkstoffs Desmoteplase dargelegt wurden. Auf Basis dieser Analyse hatte Lundbeck vor einiger Zeit zwei weitere Phase-III-Studien gestartet, deren Ergebnisse im Spätsommer 2011 vorliegen sollen. Sollte Desmoteplase im zweiten Anlauf positive Studienresultate liefern und die Zulassung erhalten, würde Paion am Vermarktungserfolg des Medikaments durch Meilensteinzahlungen und einer prozentual zweistelligen Umsatzbeteiligung teilhaben. Das Umsatzpotenzial von Desmoteplase beziffern Experten auf 600 Millionen Dollar. Aber auch bezüglich Paions firmeneigener Medikamentenpipeline dürfte es bald Neuigkeiten geben. DER AKTIONÄR erwartet den Start einer Phase-IIb-Studie mit dem Anästhetikum/Sedativum CNS 7056 noch im ersten Quartal. Als großes Ziel im laufenden Jahr hat sich das Paion-Management gesteckt, einen Kooperationspartner für die weitere Entwicklung von CNS 7056 präsentieren zu wollen. Den Geschäftsbericht für das Jahr 2009 einschließlich eines Ausblicks für 2010 wird Paion am 16. März vorlegen. Das erste Kursziel liegt bei 3,38 Euro. 

C.A.T. Oil: Stolze Prämie

Mit der Übernahme des US-Konkurrenten Smith hat der weltgrößte Ölfeld-Dienstleister Schlumberger ein Ausrufezeichen gesetzt. Schwappt die Übernahmewelle nun auch über den großen Teich? Die vorwiegend in Osteuropa tätige C.A.T. Oil sieht sich zwar selber nicht als Übernahmeziel. Der Preis, den Schlumberger bezahlt hat, macht jedoch deutlich, welches Potenzial in der Branche steckt. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 360 Millionen Euro zählt C.A.T. Oil zu den kleineren Playern. Nimmt man die Schlumberger-Prämie zur Orientierung, wäre der SDAX-Konzern sicher nicht unter einer halben Milliarde zu haben. Das nächste Kursziel liegt weiter bei 8,00 Euro. Wird auch diese Hürde überwunden, wäre der Weg zu den Höchstständen aus dem Herbst bei 9,10 Euro geebnet.

ADVA Optical: Gute Zahlen

Die jüngsten Zahlen von ADVA Optical konnten sich sehen lassen. Der Netzwerkspezialist hat auch in der gesamtwirtschaftlich extrem turbulenten Zeit Quartal für Quartal seine eigenen Prognosen erreicht, teilweise sogar noch übertroffen. Beim Ausblick für das vierte Quartal zeigte sich der Vorstand gewohnt vorsichtig optimistisch. ADVA prognostiziert Umsatzerlöse zwischen 54 Millionen und 59 Millionen Euro. Die Proforma-Betriebsergebnis-Marge soll zwischen -1 Prozent und +4 Prozent liegen. Angesichts der zuletzt guten Auftragslage und dem bisher aufgebauten Track-Rekord erwartet DER AKTIONÄR, dass auch diese Zielmarken mindestens erreicht, eher sogar wieder übertroffen werden. Insgesamt dürfte die Gesellschaft 2009 einen Umsatz von mehr als 230 Millionen Euro erzielt haben. Das Proforma-EBIT sollte dabei über fünf Millionen Euro liegen. Ein operativer Cashflow von rund 27 Millionen Euro rundet das positive Gesamtbild ab. Charttechnisch steht die Aktie kurz vor einem Kaufsignal. Mit dem Sprung über die Marke von 2,80 Euro würde eine Konsolidierung in Form einer bullishen Flagge beendet. Im Anschluss wäre ein Kursanstieg zum Jahreshoch bei 3,15 Euro möglich. Wird auch diese Hürde überwunden, wäre der Weg - gute Geschäftszahlen am 3. März vorausgesetzt - aus technischer Sicht bis in den Bereich um 4,00 Euro geebnet. 

Lufhansa MINI-Long: Anschnallen und durchstarten

Die Deutsche Lufthansa hat am Freitag vier Tage nach dem Ende des Pilotenstreiks wieder den planmäßigen Flugverkehr aufgenommen. Jetzt dürfte auch die Aktie wieder zur Normalität zurückkehren und den langfristigen Aufwärtstrend fortsetzen. DER AKTIONÄR setzt in den kommenden Tagen und Wochen auf eine Gegenbewegung auf die übertriebenen Abschläge. Diese ist auch bitter nötig, nachdem das Minus bei dem Lufthansa MINI-Long unerwartet groß geworden ist. Fällt die Aktie wider Erwarten noch weiter zurück, fliegt der Schein aus dem Depot. 

ElringKlinger Turbo-Bull: Nächster Zwischenspurt

ElringKlinger dürfte mit einem blauen Auge durch das Krisenjahr 2009 gekommen sein. Vorstandschef Stefan Wolf erwartet einen Umsatz zwischen 570 und 580 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern soll zwischen 51 und 58 Millionen Euro liegen. Mit den angegebenen Zahlen würde der Automobilzulieferer am oberen Rand der eigenen Prognosen liegen. Für das laufende Jahr erwartet der Firmenlenker, dass die Gruppe wieder schneller wachsen werde als der Markt. Die Aktie befindet sich weiter in einem Aufwärtstrend, dessen untere Begrenzung derzeit bei 16,50 Euro verläuft. DER AKTIONÄR erwartet schon bald den nächsten Zwischenspurt bis an die 18-Euro-Marke. Der Turbo-Bull bleibt daher weiter aussichtsreich.  


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