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Online-Musterdepot glänzt im laufenden Jahr mit 220 Prozent Gewinn

Michael Schröder

10.000 Euro Startkapital. So begann alles am 20. Januar 2009. Zwölf Monate und über 130 Transaktionen später hat sich das eingesetzte Kapital im Online-Musterdepot mehr als verdreifacht. Sämtliche Vergleichsindizes wurden geschlagen. Wie sind die Aussichten der Depotwerte für 2010?

Der erste Kauf für das Online-Musterdepot wurde am 20. Januar dieses Jahres getätigt. Aktuell umfasst das Musterdepot sieben Werte. Anleger können weiterhin alle Transaktionen im Online-Musterdepot für nur 9,90 Euro pro Monat auf Ihr Handy holen. Mehr Informationen zum SMS-Alarm sind nur einen Klick entfernt. Sie können sich aber auch weiterhin per E-Mail über alle Depotveränderungen informieren lassen.

Süss Microtec: Auf Turnaroundkurs

Als ein weltweit führender Hersteller von Produktions- und Testlösungen profitiert Süss Microtec vor allem von der steigenden Nachfrage im Automobilsektor (LED-Leuchten, Sensoren für Airbags) sowie von immer neuen Produktentwicklungen im Bereich der Unterhaltungselektronik (Laptops, Handys). Mit dem geplanten Kauf der Singulus-Tochter Hamatech APE stärkt Süss Microtec seine Kernkompetenz in der Halbleiterproduktion. "Wir wollen den Deal noch in diesem Jahr abschließen", erklärt Süss-Finanzvorstand Michael Knopp gegenüber dem AKTIONÄR. Im Anschluss strebt er eine rasche Bündelung der Aktivitäten an, um Synergien zu heben.

2009 dürfte der Halbleiterzulieferer bei einem Umsatz von 115 Millionen Euro noch rote Zahlen schreiben. Nächstes Jahr sollte dann der Sprung zurück in die Gewinnzone gelingen. Für 2011 peilt Süss-Vorstand Knopp Umsätze in Höhe von 150 Millionen Euro und eine "auskömmliche EBIT-Marge von acht bis zehn Prozent" an. Kann der Vorstand die Kosten weiter unten halten, liegt ein Gewinn je Aktie von 0,50 Euro (KGV 2011: 7) im Rahmen des Möglichen.

Ein Blick auf den Chart zeigt, dass die Aktie in dieser Woche ein neues Kaufsignal generiert hat. Mit dem Sprung über die 4-Euro-Marke wurde der Weg für eine dynamische Fortsetzung der jüngsten Aufwärtsbewegung geebnet. Anleger sollten das aktuelle Kursniveau daher zum Einstieg nutzen. Das Kursziel liegt bei 7,00 Euro. Ein Stoppkurs bei 2,95 Euro sichert ab.

Euromicron: Breitband-Profiteur

Eine hohe Dividendenrendite und ein moderates KGV - beim Netzinfrastruktur-Spezialisten Euromicron stimmen die fundamentalen Rahmendaten. Die Aktie ist zuletzt über den Widerstand bei 15 Euro ausgebrochen, sicherlich auch unterstützt durch die Kaufempfehlung vom AKTIONÄR. Hier sind auch die fundamentalen Gründe dafür zu finden, warum die Aktie weiter steigen sollte. Nach dem Ausbruch hat das Papier Platz bis 17,50 Euro, wo der nächste horizontale Widerstand verläuft. Mittelfristig sind weiterhin Kurse von 22,50 Euro das Ziel.

Sunways: Zweite Welle angelaufen

Der Wechselrichter- und Zellhersteller Sunways profitiert von dem wieder boomenden deutschen Absatzmarkt. Auf die jüngste Empfehlung der Sunways-Aktie in der AKTIONÄR-Ausgabe 49/09 folgte eine fulminante Kursrallye. In der Spitze stiegen die Papiere um über 70 Prozent bis auf 5,40 Euro an. Seit einigen Tagen ist eine gesunde Korrektur dieser Rallye zu beobachten.

Mittlerweile deutet sich jedoch eine erneute Trendwende an. Nach einem kurzen Rücksetzer unter die 4-Euro-Marke hat die Aktie die Aufwärtsbewegung wieder aufgenommen und dürfte nun neue Höchststände ansteuern. Sunways bleibt eine heiße Wette - nicht zuletzt aufgrund immer wieder aufkeimender Übernahmespekulationen rund um den Nischenplayer. Das Trading-Kursziel für diese Position liegt bei 6,00 Euro, das 12-Monats-Kursziel bei 7,00 Euro.

Elmos Seimiconductor: Back in black

"Der Markt hat sich im dritten Quartal deutlich erholt", sagt Anton Mindl, Vorstand von Elmos Semiconductor. Der stark von der Entwicklung in der Autoindustrie abhängige Chipproduzent profitiert vor allem von der wieder anziehenden Nachfrage in der Branche. Die Kunden haben bei Ausbruch der Krise ihre Bestellungen gestoppt, um ihre Lager zu leeren. Dieser Effekt dreht sich nun um. Darüber hinaus hat der Elmos-Vorstand an der Kostenschraube gedreht.

DER AKTIONÄR erwartet für 2010 ein Umsatzwachstum von rund 20 Prozent auf 150 Millionen Euro. Dabei dürfte nach dem Verlustjahr 2009 auch wieder ein Gewinn von mindestens 0,12 Euro je Aktie in den Büchern stehen. SES Research sieht neben der verbesserten Nachfragesituation auch den Markteintritt in Asien sowie die Erhöhung des Erlösanteils von nicht-automobilen Anwendungen von 10 auf 30 Prozent als "Säulen des Erfolgs". Erreicht Elmos bis 2011 das Ergebnisniveau von 2008, wäre die Aktie mit einem KGV von 11 günstig bewertet. Zumal mittelfristig eine Rückkehr zu zweistelligen EBIT-Margen realistisch erscheint. Der Buchwert je Aktie beträgt 8,20 Euro. In diesem Bereich liegt auch das erste Kursziel. 

Isra Vision: Wachstum im Fokus

Isra Vision hat sich auch in der Krise gegen konjunkturelle Schwankungen gut behauptet. Dank einer breiten Aufstellung und frühzeitig eingeleiteter Maßnahmen zur Effizienzsteigerung wurde die Profitabilität gesichert. Der Cashflow soll künftig weiter gesteigert werden. In den ersten Wochen des kommenden Jahres werden die Budget-Entscheidungen der Kunden erwartet. Daher kann und will Vorstand Enis Ersü erst Anfang Februar eine detaillierte Prognose abgeben.

Mit einem Auftragsbestand von über 30 Millionen Euro verfügt Isra über ein solides Polster. Schon ein leichter Umsatzanstieg würde im laufenden Jahr ausreichen, um bei einer kleinen Verbesserung der Marge das Nettoergebnis auf 1,65 Euro zu steigern. Das KGV würde auf günstige 8 fallen. Wenn sich die Investitionstätigkeit der wichtigsten Industrien wieder belebt und die verschobenen Projekte umgesetzt werden, ist mit einem deutlicheren Anstieg zu rechnen. Zuletzt sorgten positive Nachrichten aus der Stahlbranche für Rückenwind. Charttechnisch befindet sich die günstig bewertete Aktie weiter im Aufwärtstrend.

Atoss Software: Ende einer Korrektur

DER AKTIONÄR hat bereits mehrfach auf die gute Geschäftsentwicklung bei Atoss Software hingewiesen. Mit den Neunmonatszahlen und der Anhebung der Gewinnprognose für das laufende Jahr hat der Spezialist für Personaleinsatzplanung (Workforce Management) zuletzt im Oktober seine Stärke unter Beweis eindrucksvoll gestellt. An den guten Geschäftsaussichten hat sich nichts geändert. Im Gegenteil: Dank eines Großauftrags einer deutschen Parfümeriekette geht die Gesellschaft auch gestärkt in das neue Jahr.

Das aktuelle Niveau bietet eine günstige Einstiegsgelegenheit. Die Aktie dürfte - begleitet von einem anhaltend guten Newsflow - wieder Kurs auf die alten Höchststände nehmen. DER AKTIONÄR hält daher an seinem Fazit fest: Vor dem Hintergrund der soliden Wachstumsraten ist die Aktie mit einem KGV von 12 günstig bewertet. Das nächste Kursziel liegt unverändert bei 15 Euro.

K+S: Turbo bisher ohne Power

K+S präsentiert sich in der Weihnachtswoche unerwartet schwach. Kontraproduktiv erweist sich vor allem die Aussage des Managements, derzeit sei keine Besserung am Düngemittelmarkt absehbar. Die langfristige Charttechnik spricht dennoch für die DAX-Aktie. Der K+S Turbo-Long (WKN CM3 3B8) von der Commerzbank notiert zwar rund 20 Prozent im Minus, bleibt aber vorerst im Depot. Eine Gegenbewegung auf die jüngsten Abschläge ist mehr als überfällig.

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