Nordex unter 3 Euro: Der Anfang vom Ende?
Mit Nordex-Aktien haben Anleger in der Vergangenheit viel Geld verloren. Allein in den letzten drei Monaten stürzte die Nordex-Aktie um 45 Prozent ab. Die NordLB sieht noch weiteres Abwärtsrisiko.
Es sah alles so gut aus: Nachdem die Nordex-Aktie zu Jahresanfang von rund vier auf über fünf Euro gestiegen war, deutete vieles auf eine Bodenbildung hin. Zu früh gefreut: In den letzten Handelswochen ging es wieder steil bergab. Aktuell notiert die Aktie so tief, wie noch nie.
Weiteres Abwärtspotenzial
Die Experten der NordLB glauben, dass die Aktie noch nicht ihre Tiefststände erreicht hat. 2,50 Euro lautet das Kursziel und damit 15 Prozent unter dem aktuellen Kurs. Die Experten glauben, dass der Preisdruck in der Branche anhalten wird. Im ersten Quartal hat der Hersteller von Windkraftturbinen zwar einen Umsatzanstieg von acht Prozent verbucht. Unter dem Strich stand dennoch ein Minus von 14 Millionen Euro.
Zuversichtlicher Konzernchef
Jetzt gilt der Blick in die Zukunft. Schaut man auf den Auftragseingang, macht sich Hoffnung breit. Mit 312 Millionen Euro konnte man eine Verdoppelung der Bestellungen ausweisen. Das Management hält an der Prognose fest, dass man im Gesamtjahr einen Umsatz von 1,0 bis 1,1 Milliarden Euro und ein Vorsteuerergebnis von 10 bis 33 Millionen Euro erwirtschaften wird.

Gewinne müssen her
Ob es mit der Nordex-Aktie in diesem Jahr wieder aufwärts geht, bleibt ungewiss. Der Windanlagenhersteller muss jetzt zeigen, dass er sich gegen die harte Konkurrenz durchsetzen kann und den Preiskampf besteht. Steht 2012 tatsächlich ein operativer Gewinn von 10 bis 33 Millionen Euro, ist die Aktie derzeit mit einer Marktkapitalisierung von 219 Millionen Euro unterbewertet. Aus charttechnischer Sicht ist mit weiter fallenden Kursen zu rechnen. Der Abwärtstrend ist völlig intakt.
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