Nordex: Wie gewonnen, so zerronnen
So richtig traut die Börse dem Nordex-Management nicht: Obwohl der Windanlagenhersteller in diesem Jahr Gewinne verspricht, hat die Aktie in den letzten fünf Handelstagen über zehn Prozent an Wert verloren. Was sollen Anleger jetzt tun?
Nordex hat das erste Halbjahr wegen des Preisdrucks in der Branche erneut mit einem Verlust abgeschlossen. Der Umsatz stieg zwar leicht, das EBIT lag jedoch mit 13,1 Millionen Euro im Minus, vor einem Jahr stand hier mit 1,6 Millionen Euro noch ein positiver Wert zu Buche. Im Gesamtjahr will Nordex dennoch die Trendwende schaffen. Bei einem Umsatz von 1,0 bis 1,1 Milliarden Euro rechnet das Unternehmen mit einer EBIT-Marge zwischen 1,0 und 3,0 Prozent.
Schwächer als erwartet
„Nordex muss sich anstrengen, um dieses Ziel zu erreichen", glaubt der Deutsche-Bank-Analyst Alexander Karnick. Der Experte war mit dem Ergebnis des zweiten Quartals alles andere als zufrieden und belässt daher den fairen Wert der Nordex-Aktie bei nur drei Euro.

Kaufen über 3,30 Euro
Der Preisdruck in der Windenergiebranche ist enorm und belastet die Gewinnmargen schwer. Hält Nordex dennoch sein Gewinnversprechen ein und erzielt für das Gesamtjahr einen operativen Gewinn von zehn bis 33 Millionen Euro, dürfte es mit der Aktie sehr schnell nach oben gehen. Risikobewusste Anleger sollten aber erst kaufen, wenn der Widerstand bei rund 3,30 Euro nachhaltig überwunden ist.
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