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Nordex: Verlust und volle Auftragsbücher

Norbert Sesselmann

Der Preisdruck in der Windenergiebranche ist enorm. Trotz höherer Umsätze hat Nordex im ersten Halbjahr einen höheren Verlust geschrieben als noch vor einem Jahr. Anleger reagieren dennoch gelassen. Aus charttechnischer Sicht besteht Hoffnung für eine nachhaltige Trendwende.

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Nordex hat das erste Halbjahr wegen des Preisdrucks in der Branche erneut mit einem Verlust abgeschlossen. Der Umsatz stieg zwar von 403,3 auf 421,1 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag jedoch mit 13,1 Millionen Euro im Minus, vor einem Jahr stand hier mit 1,6 Millionen Euro noch ein positiver Wert zu Buche. Unter dem Strich verlor Nordex 23,3 Millionen Euro, im Vorjahreszeitraum steckte Nordex bereits mit 4,1 Millionen Euro in den roten Zahlen. Analysten hatten mit einem operativen Ergebnis auf diesem Niveau gerechnet, der Verlust fiel allerdings noch deutlich höher aus als erwartet.

Prognose bleibt

Jetzt gilt der Blick in die Zukunft. Schaut man auf den Auftragseingang, macht sich berechtigte Hoffnung breit. Der Auftragseingang lag mit 522 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Für das zweite Halbjahr sollen Neubestellungen von rund 480 bis 580 Millionen Euro hinzukommen. Auf dieser Basis will Nordex die Trendwende schaffen. Bei einem Umsatz von 1,0 bis 1,1 Milliarden Euro rechnet das Unternehmen mit einer EBIT-Marge zwischen 1,0 und 3,0 Prozent.

Vor Kurssprung

Hält Nordex seine Versprechungen, dürfte es mit der Aktie schon bald Richtung Norden gehen. Steht 2012 tatsächlich ein operativer Gewinn von zehn bis 33 Millionen Euro, ist die Aktie derzeit mit einer Marktkapitalisierung von 230 Millionen Euro unterbewertet. Auch charttechnisch Sicht deutet sich eine Bodenbildung an. Konservative Anleger halten sich dennoch zurück. Erst wenn der Widerstand bei rund 2,30 Euro nachhaltig überwunden ist, sollte man einsteigen.

Material von dpa-AFX

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