Nordex: Messerfänger gesucht!
Was für eine Misere: Seit Monaten und Jahren kennen die Aktien von Windunternehmen nur den Weg nach unten. Nordex ist heute sogar auf ein neues Mehrjahrestief gefallen. Jetzt in das fallende Messer zu greifen, wäre dumm.
Nordex-Aktionäre sind wahrlich nicht zu beneiden. Allein in den vergangenen vier Monaten hat das Papier des Windanlagenherstellers 40 Prozent an Wert verloren. Das Stichwort für den Kurssturz lautet: Überkapazitäten. Nordex möchte sich von dieser Misere befreien. „Bei den Anlagen geht der Weg weg vom Massenprodukt hin zu maßgeschneiderten Lösungen", so der neue Vorstandschef Jürgen Zeschky in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Nordex will nun mit passgenauen Angeboten bei den Kunden punkten.

Gewinne müssen her
Ob es mit der Nordex-Aktie in diesem Jahr aufwärts geht, bleibt dennoch ungewiss. Der Windanlagenhersteller muss immer noch zeigen, dass er sich gegen die harte Konkurrenz durchsetzen kann und den Preiskampf besteht. Steht 2012 tatsächlich wie angekündigt ein operativer Gewinn von 10 bis 33 Millionen Euro, ist die Aktie derzeit mit einer Marktkapitalisierung von 216 Millionen Euro unterbewertet. Ob das Management sein Versprechen einhalten kann, bleibt fraglich. Die Aktie ist kein Kauf.
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