Nordex: Eine Trendwende sieht anders aus
Der Windturbinenhersteller Nordex rechnet 2012 mit schwarzen Zahlen. So richtig trauen die Anleger dem Management aber nicht. Die Aktie notiert nur knapp über ihrem Mehrjahrestief.
Nordex hat das erste Halbjahr wegen des Preisdrucks in der Branche erneut mit einem Verlust abgeschlossen. Der Umsatz stieg zwar leicht, das EBIT lag jedoch mit 13,1 Millionen Euro im Minus. Vor einem Jahr stand hier mit 1,6 Millionen Euro noch ein positiver Wert zu Buche. Im Gesamtjahr will Nordex dennoch die Trendwende schaffen. Bei einem Umsatz von 1,0 bis 1,1 Milliarden Euro rechnet das Unternehmen mit einer EBIT-Marge zwischen 1,0 und 3,0 Prozent.
Schwächer als erwartet
„Nordex muss sich anstrengen, um dieses Ziel zu erreichen", glaubt der Deutsche-Bank-Analyst Alexander Karnick. Der Experte war mit dem Ergebnis des zweiten Quartals alles andere als zufrieden und belässt daher den fairen Wert der Nordex-Aktie bei nur drei Euro.

Kaufen über 3,30 Euro
Ob es mit der Nordex-Aktie in diesem Jahr aufwärts geht, bleibt ungewiss. Der Windanlagenhersteller muss immer noch zeigen, dass er sich gegen die harte Konkurrenz durchsetzen kann und den Preiskampf besteht. Steht 2012 tatsächlich wie angekündigt ein operativer Gewinn von 10 bis 33 Millionen Euro, ist die Aktie derzeit mit einer Marktkapitalisierung von 230 Millionen Euro unterbewertet. Ob das Management sein Versprechen einhalten kann, bleibt fraglich. Risikobewusste Anleger kaufen erst, wenn der Widerstand bei rund 3,30 Euro nachhaltig überwunden ist.
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