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Nordex, die Windkrafthoffnung?

Norbert Sesselmann

Die Windkraftfirma Nordex gab zuletzt mehrere neue Aufträge bekannt. Für China und Portugal wird der Windanlagenbauer noch in diesem Jahr 40 Turbinen ausliefern, der Auftragswert wird dabei auf 60 Millionen Euro geschätzt. Mächtig Gegenwind gab es aber von Analystenseite. Was sollen Anleger nun tun?

Die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr waren doch gar nicht schlecht: Die Auftragsbücher bei Nordex sind prall gefüllt. Nach eigenen Angaben hat der Windkraftanlagenbauer im zweiten Quartal so viele Aufträge bekommen, wie seit zwei Jahren nicht mehr. Der Umsatz kletterte um 32 Prozent auf fast 200 Millionen Euro. Unter dem Strich verblieb ein Gewinn von drei Millionen Euro.

Analysten senken Kursziel

Die Experten werden jedoch vorsichtiger: So haben die Analysten der WGZ Bank die Zielmarke des Nordex-Papiers von neun auf acht Euro herabgesetzt. Die TecDAX-Aktie wird allerdings von den Experten weiterhin mit „halten" empfohlen. Die WGZ Bank hat sowohl die Annahmen für die Gewinnmarge auf operativer Ebene als auch das Umsatzwachstum spürbar reduziert. Im laufenden Jahr könne Nordex sine eigene Prognosen aber erreichen, glauben die Analysten. Die Norddeutschen haben sich einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro sowie eine EBIT-Marge von 4 Prozent als Ziel gesetzt. Ähnlich siehen es auch Independent Research, die ebenfalls mit einem fairen Wert von acht Euro rechnet.

Außerdem führte das DAF kürzlich ein Interview mit dem zuständigen Analysten der Commerzbank, welches hier abgerufen werden kann.

Ausbruch abwarten

Der AKTIONÄR bleibt bei seiner Einschätzung: Anleger sollten die Füße still halten und ein Kaufsignal abwarten. Schafft es die Aktie nachhaltig über die Marke von 8,50 Euro zu steigen, dürften sehr schnell Anschlusskäufe folgen. Ein zügiger Anstieg bis auf zehn Euro wäre anschließend wahrscheinlich. Fällt die Aktie jedoch nachhaltig unterdie Marke von 6,60 Euro ist mit einer starken Abwärtsbewegung zu rechnen. Ein Kursverfall bis auf fünf Euro wäre dann nicht auszuschließen. 

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