NoggerT: Bei Coba und Deutsche Bank richtig abstauben
Nach der heftigen Korrektur sieht der Daytrading-Profi NoggerT jetzt einige Chancen, im DAX günstig zuzuschlagen. Er verrät seine Abstauberlimits für die Commerzbank und die Deutsche Bank und erklärt, wie im schweren Marktumfeld mit schnellen Trades Geld zu verdienen ist.
Für Fahot Afzalyar, der in der Tradingszene nur unter dem Namen NoggerT bekannt ist, zählen nicht die großen Trends. Es sind die kleinen Bewegungen am Markt, mit denen er sein Geld verdient. In der Regel hebelt er DAX- und MDAX-Aktien mit aggressiven Scheinen. So wie mit dem RWE-Bear-Zertifikat, das seit seiner Empfehlung am vergangenen Freitag mittlerweile 90 Prozent zugelegt hat.
Coba, Deutsche Bank: Finanzwerte auf der Liste
Schnelle Bewegungen erwartet der Profi jetzt auch bei den Finanzwerten. "Die sind ja regelrecht verprügelt worden", sagt NoggerT im Gespräch. Dennoch möchte er nicht sofort zugreifen, sondern empfiehlt limitierte Käufe sowohl bei der Commerzbank als auch bei der Deutschen Bank. "Es kann immer noch etwas weiter runter gehen, daher würde ich die Commerzbank jetzt ordern mit einem Limit von 1,05 Euro und den Stopp auf 0,90 Euro platzieren. Das Abstauberlimit der Deutschen Bank passt gut im Bereich von 21 Euro, weil etwas tiefer das dreieinhalb Jahrestief liegt. Auch hier würde ich dem Stopp zehn Prozent Luft geben".
NoggerT rät auch im DAX noch zu etwas Geduld. "Alle Privatanleger, die nicht ständig vor dem Bildschirm sitzen können, warten lieber noch ab". Ein ideales Chance-Risiko-Verhältnis biete sich bei einem Abstauberlimt von 6.200 Punkten. Dort sollten erste Kaufaufträge platziert werden. Im DAX sei die Entwicklung der nächsten Tage besonders schwer zu beurteilen. Dennoch rät der Profi von Short-Trades ab. "Nachdem wir so schnell 400 Punkte am Markt abgeben haben, passt das Chance-Risiko-Verhältnis für Short-Trades jetzt nicht mehr".
Top-Tipp: Zum ersten Kurs handeln
NoggerT, der ein Tradingforum betreibt und dort alle seine Tradingchancen veröffentlicht, hat aber auch noch einen Tipp für aktivere Anleger. In der jetzigen Marktphase gibt es einen Trick, mit dem er in den vergangenen Tagen sehr gut gefahren ist. Die Strategie: "Ich schaue mir die vorbörsliche Tendenz der Märkte an. Dann schaue ich mir die ersten Unternehmenszahlen an. Wenn ein Unternehmen wie zum Beispiel die Kontron gestern sehr schwache Zahlen in einem schwachen Marktumfeld veröffentlicht, gehe ich zu den ersten Kursen auf die Short-Seite. Die Abschläge sind meist überproportional. Diese Strategie funktioniert auch umgekehrt".
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