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No sports: Loewe senkt Prognose

Eva-Catharina Schwörer

Umsatzrückgang, negatives EBIT und Korrektur der Gesamtjahresprognose nach unten – wirklich gut läuft es beim oberfränkischen Fernsehhersteller Loewe nicht. Dort hofft man nun vor allem auf eine positive Entwicklung im zweiten Halbjahr.

Verregnete und viel zu kalte Tage sind vor allem für eines gut: lange Abende vor dem Fernseher. Die Voraussetzungen für einen TV-Boom sind in diesem Jahr in Deutschland ausgesprochen gut. Eigentlich. Denn das Management von Loewe sieht das anders. Beim fränkischen Hersteller für Unterhaltungselektronik beklagt man sich über den schleppenden Absatz im ersten Halbjahr 2011. Schuld soll neben einem preisaggressiven Wettbewerbsumfeld und einer deutlichen Kaufzurückhaltung das Fehlen von wichtigen sportlichen Veranstaltungen sein: „So ist der Markt für LCD-TV's in Europa aufgrund fehlender sportlicher Großereignisse im zweiten Quartal 2011 wertmäßig um 25 Prozent zurückgegangen", begründet Loewe-Vorstandsvorsitzender Oliver Seidl das schlechte Abschneiden des Unternehmens.

Bisherige Zielsetzung nach unten korrigiert

Der Umsatz lag mit 57,2 Millionen Euro im zweiten Quartal rund 23 Prozent unter dem Vorjahreswert. Für das erste Halbjahr verbucht musste man einen Umsatzrückgang um 19 Prozent auf 118,7 Millionen Euro verbuchen. Das EBIT des zweiten Quartals entsprach mit einem Fehlbetrag von minus 4,9 Millionen Euro dem Niveau des Vorjahres, das Halbjahres-EBIT verschlechterte sich um rund 90 Prozent auf minus 7,8 Millionen Euro. Auf Grundlage dieser Quartals- und Halbjahresergebnisse korrigierte die Geschäftsleitung die Ziele für das Gesamtjahr: Ein moderates Umsatzwachstum und ein positives EBIT seien für das Gesamtjahr nicht mehr im Bereich des Möglichen, heißt es aus der Firmenzentrale. „Loewe wird allerdings - wie die gesamte Branche - von der positiven Marktentwicklung zum normalen Saisongeschäft im dritten und vor allem im vierten Quartal 2011 profitieren", sagte Manfred L. Fitzgerald, Vorstand für Marketing und Vertrieb. Um die Markenbekanntheit zu steigern sind für das zweite Halbjahr TV-Spots geplant. Auch die Absatzsteigerung soll durch Kooperationen mit Handelsketten in Frankreich, Großbritannien und Italien vorangetrieben werden. Künftig will man sich im fränkischen Kronach noch stärker an den Wünschen und Bedürfnissen der Kunden des europäischen Premiummarktes orientieren.

Vorerst abwarten

Der Aktienkurs des Unternehmens befindet sich seit Mitte Juli auf Talfahrt und hat rund 25 Prozent an Wert verloren. DER AKTIONÄR rät derzeit von einem Einstieg ab, Anleger sollten sich gedulden, bis sich eine nachhaltige Wende im operativen Geschäft abzeichnet.

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