Neues "Sell" für Centrotherm; Entscheidung bei Solarworld
Ist die Rallye schon vorbei? Analysten warnen vor zu viel Euphorie bei Centrotherm. Auch dem Solarmodulhersteller Solarworld droht ein weiterer charttechnischer Rückschlag.
Die Centrotherm-Aktie notiert zu hoch. Dieser Meinung sind die Analysten der Großbank UBS. Das Papier wurde nun auf "Sell" herabgestuft, das Kursziel beträgt 10,00 Euro. Trotz der jüngsten Gewinnung eines Großauftrages im Bereich Silizium rät die UBS zur Vorsicht. Denn ein materieller Anstieg der Auftragseingänge im margenstarken Zell- und Waferbereich werde nicht erwartet. 2012 dürften weniger Wachstum als vielmehr Kostensenkungen auf der Agenda stehen. Immerhin: Bei Centrotherm überwiegen noch die optimistischen Stimmen. Sechs Kaufempfehlungen stehen nur zwei Verkaufsempfehlungen gegenüber.

Solarworld im Chart-Check
Ganz anders bei Solarworld. Hier raten drei zum Kauf, jedoch gleichzeitig ganze 14 Analysten zum "Sell". Dazu zählen Goldman Sachs oder die Commerzbank. Die Diskrepanz erklärt sich auch aus den deutlich unterschiedlichen Bewertungskennzahlen. Während Centrotherm aktuell mit einem moderaten 2012er-KGV von 14 bewertet wird, liegt das Solarworld-KGV bei 24. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf von Solarworld ist nun, ob die wichtige 4-Euro-Marke verteidigt werden kann. Fällt das Papier deutlich unter dieses Niveau - am Donnerstag eröffnete das Papier bereits darunter - wäre ein Doppeltop bei 4,50 Euro ausgebildet und ein klares Verkaufssignal entstanden.
Dämpfer droht
Auch bei Centrotherm droht eine Top-Bildung. Der Widerstand bei 15 Euro ist massiv, ein Abprallen der Aktie aufgrund der jüngsten UBS-Verkaufsempfehlung noch wahrscheinlicher geworden. Auch aus fundamentaler Sicht steht ein Dämpfer an: Ende Februar wird der Maschinenbauer vorläufige Zahlen für 2011 veröffentlichen. Positive Überraschungen dürften ausbleiben.
DER AKTIONÄR rät derzeit, sich von beiden Aktien fernzuhalten. Erst wenn die eingezeichneten Chartmarken geknackt beziehungsweise die anstehenden Jahresbilanzen (Solarworld: 22. März) gut verdaut werden, bieten sich wieder Käufe an. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor sind die anhaltenden Diskussionen um eine deutliche Kürzung der deutschen Einspeisevergütung.
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