Neuer Solar-Börsengang in den USA: Solarworld und Centrosolar vor Neubewertung?
Mitten in der Solarkrise wagt sich ein US-Solarkonzern an die Börse. SolarCity hat bei der Börsenaufsicht entsprechende Unterlagen eingereicht und will rund 200 Millionen Dollar einsammeln. Daraus errechnet sich eine Bewertung, von der deutsche Solarfirmen nur träumen können.
Hinter SolarCity steckt der Tesla-Gründer Elon Musk, der rund ein Drittel am Spezialisten für Solar-Dachanlagen hält. Im Jahr 2011 hat SolarCity seine Umsätze um 84 Prozent auf 59,6 Millionen Dollar erhöht, dabei allerdings einen Verlust von 73,7 Millionen Dollar eingefahren.
Durchbruch?
Gemäß den Unterlagen will Solarcity für gut 200 Millionen Dollar neue Aktien ausgeben. Experten zufolge käme der Konzern dann auf eine Marktkapitalisierung zwischen 1,0 und 1,5 Milliarden Dollar. Solar-Analyst Anthony Kim sieht in SolarCity einen Gewinner der stark gefallenen Preise für Solarmodule: „Es könnte der Durchbruch für die Solarindustrie sein".
Selbst wenn man SolarCity für das laufende Jahr ein ähnlich hohes Umsatzwachstum wie im Vorjahr auf dann 110 Millionen Dollar unterstellt, wäre der Konzern bei einer Marktkapitalisierung von einer Milliarde Dollar mit dem neunfachen seiner Erlöse bewertet.
Centrosolar 100 Euro?
Auch wenn der Vergleich aufgrund der unterschiedlichen Geschäftsmodelle hinkt, würde man Solarworld ähnlich bewerten, dann müsste die Aktie bei rund 80 Euro stehen. Bei Centrosolar ergäbe sich sogar ein Kurs von über 100 Euro pro Aktie.
Positiver Effekt
Keine Frage, die angepeilte Bewertung von SolarCity ist mehr als ambitioniert. Aber gleichzeitig ist die der deutschen Solarkonzerne viel zu niedrig. Ein positiv verkaufender Börsengang könnte auch auf die deutschen Solarfirmen abstrahlen, insbesondere auf Solarworld und Centrosolar, die beide über recht erfolgreiche Tochterunternehmen in den USA verfügen.
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