Neue Studie: Noch 180 Solar-Pleiten – Solarworld und Conergy vor Übernahme?
Die Überkapazitäten in der Solarbranche werden weitere Opfer fordern. Eine neue Studie von GTM Research kommt zu dem Ergebnis, dass es bis 2015 noch 180 Pleiten in der Solarbranche geben wird. Bei Solarworld und Conergy ist aber auch eine Übernahme vorstellbar.
GTM Research hat in einer neuen Studie über 300 Hersteller von Solarmodulen untersucht. Das erschreckende Ergebnis: Mehr als die Hälfte von ihnen wird die kommenden drei Jahre nicht überleben. 180 Firmen droht die Pleite oder die Übernahme durch einen Mitbewerber.
Pleite oder Übernahme
Untersucht wurden die Firmen auf ihr Geschäftsmodell, ihre globale Ausrichtung und ihre finanzielle Situation. Besonders schlecht schnitten Solarfirmen aus Europa und Nordamerika ab. Hier soll es zu 88 Pleiten und Übernahmen kommen. Von der Konsolidierung seien auch Solarworld und Conergy betroffen.
Aber auch in China wird es zu zahlreichen Pleiten kommen. Vor allem die sogenannten „Solar-Zombies" werde es treffen - kleinere Solarfirmen mit einer Produktionskapazität von weniger als 300 MW, die nur dank der Unterstützung der chinesischen Regierung überleben konnten.
Bereinigung hat begonnen
„Bis heute hat die begonnene Konsolidierung der Branche das Problem der Überkapazitäten nicht beseitigen können", so Shyam Metha, Analyst von GTM Research. Insbesondere in China sei eine signifikante Rationalisierung der Kapazitäten nötig. Erst ab 2014 sei wieder mit einem ausgeglichenen Verhältnis von Angebot und Nachfrage zu rechnen.
Übernahmekandidaten
Aufgrund der zu hohen Produktionskosten würden auch viele große europäische Modulhersteller große Probleme bekommen, eigenständig zu überleben. Hierzu zählen auch die deutschen Unternehmen Solarworld, Conergy, und Bosch Solar. Allerdings hält GTM Research bei Solarworld und Conergy eine Übernahme für die wahrscheinlichere Variante der Konsolidierung.
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