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Nemetschek: WestLB setzt noch einen drauf

Markus Bußler

Vergangene Woche war es Goldman Sachs, diese Woche die WestLB. Beide Analystenhäuser raten zum Kauf der Papiere des Softwarespezialisten Nemetschek. Nachdem man bei Goldman Sachs ein Kursziel von 34 Euro sieht, ist die WestLB noch optimistischer. Hier sieht man den Kurs bei 36 Euro.

Das Kursziel haben die Analysten damit deutlich angehoben. Bislang billigten sie der Aktie nur Potenzial bis 28 Euro zu. Der Grund dürfte in den am Freitag vorgelegten Zahlen liegen. Nemetschek konnte im ersten Quartal beim Umsatz um sechs Prozent zulegen und die Nettoverbindlichkeiten auf Null zurückfahren.

Vorsichtiger Ausblick

„Der Auftakt ins neue Geschäftsjahr ist gelungen, aber es bleibt Vorsicht geboten", sagte Vorstandsvorsitzender Ernst Homolka. Die Wachstumsaussichten in den wichtigsten Märkten bezeichnete er als verhalten. Daher hielt er die Prognose aufrecht, im laufenden Jahr beim Umsatz um drei bis fünf Prozent wachsen zu wollen. Als Wachstumstreiber sollen sich die Lizenzverkäufe in den ausländischen Märkten herausstellen.

Allerdings Könnte der Gewinn dabei überproportional wachsen: „Unter dem Strich werden sich steigende Umsatzerlöse auch weiter positiv im Ergebnis auswirken, da die nicht umsatzabhängigen Kosten weitgehend stabil bleiben werden", so Homolka. Zudem werde der Zinsaufwand für den Abbau der Bankverbindlichkeiten aus der Graphisoft-Übernahme kontinuierlich sinken und der Jahresüberschuss folglich weiter steigen.

DER AKTIONÄR fühlt sich durch die vorgelegten Zahlen in seiner optimistischen Einschätzung zu der Nemetschek-Aktie bekräftigt. Das Unternehmen hat die Schulden aus der Graphisoft-Übernahme größtenteils abgebaut. Damit hat Nemetschek auch die finanziellen Mittel, sich nach möglichen Übernahmezielen umzusehen. DER AKTIONÄR sieht das erste Kursziel bei 30,00 Euro.

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