Nebenwerte: Das sind die Stars
Sie verdienen gutes Geld, sind schuldenfrei und dennoch unterbewertet. Warum gerade jetzt ein Blick auf die Unternehmen lohnt, die nicht in den großen Indizes notiert sind.
So liest sich wohl ein Börsen-Schnäppchen: Die Aktie kostet 17 Euro, der Buchwert je Aktie liegt bei knapp 19 Euro. Oben drauf gibt es noch eine Dividendenrendite von 5,5 Prozent und ein KGV von acht.
Solche besonderen Chancen ergeben sich immer nur dann, wenn die Unternehmen etwas "unter dem Radar fliegen". Bei einer DAX-Aktie wäre eine solche Unterbewertung nicht vorstellbar, denn täglich stehen Bayer, Daimler, MAN und Co. im Fokus.
50 Prozent Potenzial und dicke Dividenden
Dass die Unternehmen der dritten und vierten Reihe nicht so in der Öffentlichkeit stehen, ist für Privatanleger ein großer Vorteil. Denn hier ergibt sich immer wieder die Chance zuzugreifen, während die anderen Anleger noch schlafen.
Anderes Beispiel: Geschäftsreisen sind teuer und aufwändig zu organisieren. Eine Firma hat sich genau darauf spezialisiert und eine Software entwickelt, die die Reisekosten bis zu 55 Prozent drückt. Mit einer kerngesunden Bilanz versehen, schüttet der Reise-Spezialist eine ansehnliche Dividende aus, so dass die Dividendenrendite aktuell bei 6,5 Prozent liegt. Ein renommierter Börsenbrief legt sich fest: Bei diesen Voraussetzungen hat die Aktie 50 Prozent Gewinnpotenzial.
Dass es aktuell gleich mehrere solcher Chancen bei Nebenwerten gibt, liegt sicher auch an der Euro-Krise. Als die ersten Horrormeldungen kamen, flohen besonders institutionelle Anleger aus risikoreicheren Anlageklassen. Daraus ergibt sich enormes Aufholpotenzial, wenn die Ruhe an die Märkte zurückkehrt.
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