Nach Centrotherm-Schock: Solarworld mit Verkaufssignal
Nach der jüngsten Solar-Pleite von Centrotherm gehen auch andere Solaraktien auf Tauchstation. Charttechnisch hat Solarworld ein neues Verkaufsignal generiert. Auch Analysten bleiben zurückhaltend.
Die Sonne weint. Die Pleite von Centrotherm trifft die Branche ins Mark. Schließlich galt der Maschinenbauer lange Zeit als deutsche Solar-Vorzeigefirma. Trotz offensichtlicher Probleme: Am letzten Bilanzstichtag lag die Eigenkapitalquote noch bei über 40 Prozent. Doch neben Auftragseinbrüchen hatte sich offenbar ein Millionen-Risiko ("Was ist los bei Centrotherm") aufgebaut.
Die bange Frage vieler Marktteilnehmer lautet: Welche Solaraktie ist jetzt noch sicher? Aufgrund der skeptischen Stimmung wurde unter anderem die Aktie von Solarworld auf ein neues Tief geschickt. Schützenhilfe von Analysten gibt es weiterhin wenig. Nur zwei Experten raten zum Kauf, neun verhalten sich "Neutral" und zwölf haben ein "Verkaufen"-Rating veröffentlicht. Die UBS hat das Kursziel unlängst sogar von 1,50 auf 1,00 Euro gesenkt. Ein Grund: Die Bilanz der Firma bleibe eine der Hauptsorgen. ("Bilanz-Zündstoff: Solarworld mit großen Problemen")
Doch es gibt auch relativ optimistische Einschätzungen. Die Commerzbank glaubt etwa daran, dass die bekannteste Solarmarke Deutschlands ihre Chancen nutzt und sieht ein Kursziel von 2,50 Euro. Auch bei Centrotherm ("220-Prozent-Chance") war die Commerzbank bis zuletzt besonders zuversichtlich.

Abwärtstrend intakt
DER AKTIONÄR rät weiterhin, das Papier von Solarworld zu meiden. Schon aus charttechnischer Sicht: Das Papier notiert unter allen Durchschnittslinien und ist jetzt unter die Unterstützung bei 1,30 Euro gerutscht. Erst bei einer Erholung über 1,45 Euro würde sich das Bild kurzfristig wieder aufhellen.
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