Munich Re: Tochter will weiter wachsen
Die Munich-Re-Tochter Ergo will im Ausland kräftig wachsen. Darüber hinaus will der Erstversicherer nach drei Verlustjahren in Folge im laufenden Jahr wieder in die Gewinnzone zurückkehren.
Die Erstversicherungstochter der Munich Re, Ergo, will in den kommenden Jahren im Ausland kräftig wachsen. Jochen Messemer, bei der Ergo für das internationale Geschäft zuständiger Vorstand, erklärte im Gespräch mit dem Handelsblatt: „Ich denke, wir können in drei bis fünf Jahren im Bestand einen Auslandsanteil von 30 Prozent erreichen." Im Jahr 2001 erwirtschaftete Ergo im Ausland Prämieneinnahmen von mehr als vier Milliarden Euro und damit knapp der gesamten Konzernserlöse. Nach drei Verlustjahren in Folge erwartet Messemer für 2012 einen Gewinn im niedrigen ein- bis zweistelligen Millionenbereich. Zukünftig soll die Sparte „in normalen Jahren 100 bis 150 Millionen Euro Ertrag" abwerfen.
Kursziel 143,00 Euro
Indes rät Kepler weiterhin zum Kauf der Aktie der Munich Re. Das Kursziel wurde mit 143,00 Euro bestätigt. Analyst Fabrizio Croce erklärte, der Besuch des Rückversicherers bei Kunden habe das risikoaverse Bewusstsein der Manager verdeutlicht. Seiner Ansicht nach sei die Munich Re auf das Erreichen der Unternehmensziele konzentriert und verfügt darüber hinaus über eine eiserne Prämiendisziplin.

DAX-Titel bleibt ein Kauf
Die Aktie der Munich Re ist mit einem KGV von 7 und einer Dividendenrendite von mehr als sechs Prozent immer noch ein wahres Schnäppchen und deshalb für langfristig orientierte Anleger ein Kauf. Das Kursziel lautet weiterhin 140,00 Euro, der Stopp sollte bei 89,00 Euro belassen werden.
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