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Münchener Rück: Noch keine Einbußen

Thorsten Küfner

Noch hat die Münchener Rück im Zuge der Krise keinen Nachfragerückgang verzeichnet. Der Konzern geht aber davon aus, dass die aktuelle Krise zumindest langfristig negative Auswirkungen haben dürfte.

Noch hat die Münchener Rück im Zuge der Krise keinen Nachfragerückgang verzeichnet. Der Konzern geht aber davon aus, dass die aktuelle Krise zumindest langfristig negative Auswirkungen haben dürfte.

Die Münchener Rück hat nach Angaben von Finanzvorstand Jörg Schneider bisher noch keine Nachfrageeinbußen im Zuge der Krise verzeichnet. Schneider betonte jedoch, dass es auf längere Sicht unwahrscheinlich wäre, nicht mit rezessionsbedingten Rückgängen zu rechnen. So dürften beispielsweise durch die sinkenden Einkommen der Endverbraucher weniger Altersvorsorgeprodukte nachgefragt werden. Zudem führt der Einbruch beim Automobilabsatz zu weniger neuen Haftpflichtpolicen. Beides senke den Bedarf an Rückversicherung.

Keine rezessiven Effekte sichtbar

Konzernangaben zufolge seien aber bei den aktuell laufenden Juli-Erneuerungsrunden noch keine rezessiven Effekten erkennbar. Derzeit werden vor allem Verträge für das US- und das Lateinamerika-Geschäft erneuert. Bei Unwetterschaden-Policen registrieren die Münchner sogar eine sehr ausgeprägte Nachfrage. Zudem treffe die Nachfrage auf ein wegen der Finanzkrise gesunkenes Angebot (da sich viele Wettbewerber vom Markt zurückgezogen haben).

Kursziel 134 Euro

Indes hat JPMorgan seine Einschätzung für das Papier des weltgrößten Rückversicherers bestätigt. Die Münchener Rück dürfte nach Ansicht der Experten im kommenden Jahr wieder ein „normales“ Gewinnniveau erreichen. Die Analysten stufen die Aktie weiterhin mit „Overweight“ ein. Das Kursziel wurde bei 134 Euro belassen – ausgehend vom aktuellen Kursniveau hat der Titel damit noch ein Potenzial von fast 50 Prozent.

Hervorragende Gelegenheit

Für Anleger besteht weiterhin eine gute Einstiegsgelegenheit beim günstig bewerteten Marktführer (2009er-KGV von 8, 2010er-KGV von 7). Aktuell sollte allerdings noch die wichtige Unterstützung bei 90 Euro im Auge behalten werden. Fällt der Kurs darunter, sollte mit einem Einstieg vorerst noch abgewartet werden. Das Ziel bleibt weiterhin 120 Euro, der Stoppkurs sollte bei 85 Euro belassen werden.

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