Morphosys-Aktie klopft an 20-Euro-Marke
Eine Aufstufung der Commerzbank gibt der Morphosys-Aktie heute zusätzlichen Schwung. Analyst Daniel Wendorff hat das Ziel für den Titel angehoben. Er geht von positiven Daten des Morphosys-Antikörpers MOR103 im September aus.
Der Monat September ist angebrochen und für Morphosys-Aktionäre heißt es jetzt Daumen drücken. Voraussichtlich in der zweiten Monatshälfte wird der Antikörper-Spezialist Daten für sein Phase-II-Produkt MOR103 vorlegen. MOR103 ist ein neuer Therapieansatz für Rheumapatienten, Morphosys zielt mit diesem Projekt auf einen riesigen Markt mit einem Volumen von 15 Milliarden Dollar.
Ansatz bereits bewährt
Der Analyst Daniel Wendorff von der Commerzbank hat heute bereits seine Sicht auf die Daten gegeben. Er rechnet damit, dass die Studie positiv verlaufen ist. Als Begründung führt Wendorff das Konkurrenzprodukt Mavrilumumab von AstraZeneca an, welches wie MOR103 beim Zytokin GM-CSF ansetzt und bislang gut abgeschnitten hat. Sollte Morphosys die Studie mit MOR103 erfolgreich abschließen, könnte Wendorff zufolge ein Lizenzabkommen innerhalb von sechs Monaten abgeschlossen werden. Das potenzielle Dealvolumen beziffert er auf über eine Milliarde Dollar. Im Februar hatte Abbott die Rechte eines JAK1-Inhibitors von Galapagos für insgesamt 1,35 Milliarden Dollar erworben.

Kursziel erhöht
Wendorff hat sein Bewertungsmodell für die Morphosys-Aktie noch einmal überarbeitet. Er stuft den Titel jetzt von „Hold" auf „Buy" und sieht ein Kursziel von 27 Euro (zuvor 24,30 Euro). Das entspricht vom aktuellen Niveau aus einem Potenzial von gut 35 Prozent.
DER AKTIONÄR schließt sich dieser Meinung weitestgehend an, ist, was ein mögliches Lizenzabkommen anbelangt, aber vorsichtiger. So oder so ist dem Morphosys-Vorstandschef Moroney zufolge das Interesse seitens der Pharmaindustrie für MOR103 sehr groß. Das Kursziel des AKTIONÄR liegt bei 25 Euro. Aus charttechnischer Sicht würde sich die Aktie mit einem Anstieg über die 22-Euro-Marke endlich befreien.
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