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Modeunternehmen Kilian Kerner: "Wir haben viele Eisen im Feuer"

Florian Westermann

Das Modelabel Kilian Kerner hat den Sprung auf das Börsenparkett gewagt. Der Jungdesigner ist aus der deutschen Modeszene kaum mehr wegzudenken. Die Berlin Fashion Week dürfte auch das Interesse der Anleger steigern.

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Von heute an bis zum kommenden Sonntag (03. bis 08. Juli) treffen sich wieder Models, Designer und Prominenz in der deutschen Hauptstadt auf der Berlin Fashion Week. Eines der Highlights sind die Schauen der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin.

Mit von der Partie ist auch der Designer Kilian Kerner mit dem gleichnamigen Label. Der Jungdesigner ist aus der Modewelt kaum noch wegzudenken. Am vergangenen Freitag hat das Unternehmen (WKN A1H 33L) den Gang an die Börse gewagt. DER AKTIONÄR sprach in diesem Zusammenhang mit CEO Dr. Mario Windisch.

Herr Windisch, Kilian Kerner ist aus der Modeszene nicht mehr wegzudenken, aber einem breiten Publikum noch nicht bekannt. Wie generieren Sie Umsätze?

Dr. Mario Windisch: Es gibt derzeit zwei Linien. Die Premium-Linie Kilian Kerner ist im High-Fashion-Segment angesiedelt. Mit der Marke erreichen wir ein zahlungskräftiges Publikum und schaffen ein gewisses Image. Den großen Umsatz erreichen wir mit der Linie Kilian Kerner Senses, die deutlich erschwinglicher ist.

Wieso hat Kilian Kerner jetzt den Gang an die Börse gewagt?

Ein ganz wichtiger Aspekt ist, dass den Aktionären durch das Listing ermöglicht wird, ihre Anteile zu handeln. Wir haben jetzt auch die Möglichkeit, unkompliziert Kapital an der Börse zu besorgen. Eine Kapitalerhöhung ist im Moment zwar nicht geplant, für die Zukunft kann ich das aber nicht ausschließen. Das hängt davon ab, wie schnell wir jetzt wachsen. Wenn wir anstatt in zwei oder drei in vier Ketten gelistet werden und wir mehr vorproduzieren müssen, bräuchten wir natürlich auch mehr Geld.

Sie betreiben zwei Flagship-Stores in Berlin und Wiesbaden. Bis Jahresende sollen weitere Stores eröffnet werden. Wie geht es mit der Expansion voran?

Wir wollen in England in die großen Department Stores reinkommen und hier läuft es sehr vielversprechend. Konkrete Aussagen können wir im September treffen. Wir gehen aber fest davon aus, dass wir ab September in mehreren Ketten vertreten sein werden.  

Entwickeln sich die Geschäfte wie geplant?

Ich hoffe, dass wir den Businessplan übertreffen können. Wir haben ein paar Eisen im Feuer, aber darüber kann ich jetzt noch nicht sprechen. Es gibt ja nicht nur England, die Welt ist groß. Sehr viel Potenzial sehe ich auch in unserem Produktsortiment. Wir haben bis dato nur zwei Linien. Wir haben noch keine Accessoires, keine Schuhe, keine Lizenzprodukte wie Parfums oder irgendetwas in dieser Richtung. Der Businessplan ist bislang alleine auf unsere zwei Linien und die Expansion in England aufgebaut. Hier gibt es also noch viel verstecktes Potenzial, das wir anzapfen können.

Herr Windisch, vielen Dank für das Interview und viel Erfolg bei der zukünftigen Expansion.

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