Schon seit Wochen wurde über eine Übernahme von Cognis durch BASF spekuliert. Nun hat der Chemieriese aus Ludwigshafen den Milliardendeal perfekt gemacht. Branchenkenner begrüßen diesen Kauf. Die Aktie bleibt weiter aussichtsreich.
Nun ist es amtlich: BASF übernimmt den Spezialchemiekonzern Cognis. Der weltgrößte Chemiekonzern zahlt dafür 3,1 Milliarden Euro. "Mit dem Erwerb von Cognis stärken wir unser Portfolio mit konjunkturrobusten und ertragsstarken Geschäften und bauen unsere Position als das weltweit führende Chemieunternehmen weiter aus", erklärt BASF-Chef Jürgen Hambrecht. Der Kauf unterliegt noch der Zustimmung der zuständigen Behörden.
Integration noch in 2010
Mit dem Abschluss der Transaktion wird bis spätestens November gerechnet. Dann soll Cognis, das 1999 aus der früheren Chemiesparte von Henkel entstand und seit 2001 dem Finanzinvestor Permira und der Private-Equity-Sparte von Goldman Sachs gehört, in das BASF-Segment Performance Products integriert werden. Der Chemieriese rechnet ab 2012 mit einem Ergebnis-Beitrag durch den Zukauf. Im Gegenzug fallen für die Integration 200 bis 250 Millionen Euro bis Ende 2012 an. Die Nettofinanzverschuldung wird wegen der Übernahme um rund 2,6 Milliarden Euro steigen.
50 Euro im Visier
Impulse für den Aktienkurs dürfte diese (erwartete) Meldung nicht haben. Dennoch ist der Top-Tipp konservativ aus Aktionär-Ausgabe 24/10 weiter aussichtsreich. Die alten Höchststände oberhalb von 50 Euro bleiben das mittelfristige Kursziel. Als spekulative Alternative bietet sich weiter der Kauf des BASF-MINI-Long (WKN CG9 CTJ) von der Citigroup an. Der Schein ohne Laufzeitbegrenzung hat seinen Basispreis bei 38,09 Euro (Stop-Loss: 40,00 Euro), verfügt aktuell über einen Hebel von 5,5 und wird für 0,83 Euro gehandelt. Steigt die Aktie über die 50-Euro-Marke, liegt das Derivat des Tages rund 50 Prozent im Plus. Ein Stoppkurs bei 0,55 Euro sichert die bewusst klein gehaltene Position ab.
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