Milliardenmarkt Mobile Gaming: Jetzt die Gewinner-Aktie kaufen!
Ob in der U-Bahn, auf dem Flugplatz oder auf dem heimischen Sofa: Mit dem SMartphone lässt sich überall ein schnelles Videospiel zocken. Der Markt wächst rasant, die Firmen sind heiß begehrt. Das sorgt für jede Menge Kurspotenzial bei der einzigen börsennotierten Smartphone-Spieleaktie Glu Mobile.
Das waren noch Zeiten, als die Menschen auf dem Weg zur Arbeit in der U-Bahn brav ihre Zeitung gelesen haben. Heute versuchen sie mit einer Schleuder, Hühner auf Schweine abzufeuern, um gestohlene Eier zurückzuerobern. Zum Glück nur auf dem Smartphone. Das Spiel mit dem Namen „Angry Birds" ist seit 2009 der absolute Bestseller unter den Smartphone-Spielen und wurde in den unterschiedlichsten Versionen bereits über eine Milliarde Mal heruntergeladen.
Zwei Milliarden Dollar - abgelehnt!
Der gewaltige Erfolg der Schweine-Schleuderei lässt beim finnischen Hersteller Rovio die Kassen klingeln und macht das Unternehmen zu einem begehrten Übernahmeziel. Vor knapp einem Jahr bot der US-Spielekonzern Zynga 2,25 Milliarden Dollar für Rovio. Und obwohl dieser Betrag mehr als dem 20-fachen Jahresumsatz entsprach lehnten die Finnen dankend ab.
Zynga ist der erfolgreichste Anbieter von Spielen auf der Facebook-Plattform, hat aber erkannt, dass immer mehr Menschen ihren Spieltrieb lieber auf mobilen Endgeräten, allen voran Smartphones, ausleben wollen. Und so legten sie für OMGPop, den Anbieter eines Smartphone-Malspiels stolze 180 Millionen Dollar auf den Tisch.
Explodierende Kartoffeln
Aber auch die etablierten Videospielkonzerne reißen sich um die aufstrebenden Mobile-Gaming-Firmen, die ihnen zunehmend Marktanteile abjagen. So hat Branchenprimus Electronic Arts im vergangenen Jahr 750 Millionen Dollar für PopGames auf den Tisch gelegt, das vor allem mit dem mobilen Spiel „Plants versus Zombies" erfolgreich ist, in dem die Spieler angreifende Zombies mit spuckenden Orchideen und explodierenden Kartoffeln abwehren müssen.
Wachstumsmarkt Mobile Gaming
Die Experten sind sich einig: Dem Mobile-Gaming gehört die Zukunft. Schon jetzt werden weltweit jährlich 2,7 Milliarden Dollar im Mobile Gaming umgesetzt, bis zum Jahr 2015 wird sich dieser Betrag auf 7,5 Milliarden Dollar fast verdreifachen, rechnen die Marktforscher von Superdata vor. Allein die stark zunehmende Verbreitung von Smartphones wird die Spieleumsätze in den kommenden Jahren kräftig erhöhen. Heute hat nur weltweit jeder sechste der sechs Milliarden Mobilfunknutzer ein Smartphone, in nur wenigen Jahren dürfte sich dieser Anteil der 100-Prozent-Marke annähern.
Spiele-Veteran Glu Mobile
Die Jagd auf gute Unternehmen der Mobile-Gaming-Branche hat längst begonnen. Bleibt die Frage, wie Börsianer von diesem Megatrend profitieren können. Bei den meisten Entwicklern der neuen mobilen Trendspiele, wie etwa Rovio, handelt es sich um private Unternehmen. Aber es gibt eine Ausnahme: Glu Mobile ist das einzige börsennotierte Unternehmen, das sich voll auf den Zukunftsmarkt Mobile Gaming spezialisiert hat. Dabei kann das US-Unternehmen auf eine lange Historie zurückblicken. Schon seit 2005 entwickelt und verkauft Glu Mobile mobile Spiele. Waren es damals noch einfache Handy-Games für normale Mobiltelefone, sind es heute zum Teil hochkomplexe Spiele mit aufwendigen Grafiken und interaktiven Möglichkeiten.
Freemium-Games und In-App-Käufe
Im Gegensatz zu Spielen für Konsolen oder den PC, für die nicht selten 50 Euro oder mehr auf den Tisch gelegt werden müssen, sind die Spiele von Glu Mobile zumeist kostenlos. Wer allerdings im Spiel schneller vorankommen will, der kann kostenpflichtige Zusatz-
inhalte wie Waffen, Bonuspunkte oder Lebensenergie erwerben. Dieses Geschäftsmodell wird als Freemium bezeichnet, zusammengesetzt aus „Free" und „Premium". So lässt sich etwa das Glu-Mobile-Spiel „Contract Killer" auch ohne sogenannte In-App-Käufe spielen, wer aber seine Killer-Aufträge schneller abarbeiten möchte, legt sich für Preise zwischen 1,59 und 39,99 Euro bessere Waffen oder mehr Munition zu.
Obwohl nur zwei bis zehn Prozent der Spieler von den In-App-Käufen Gebrauch machen, kommen unter dem Strich ordentliche Summen zusammen. Im vergangenen Jahr gaben allein deutsche Spieler 233 Millionen Euro für virtuelle Zusatzinhalte aus. Ein durchschnittlicher Freemium-Spieler investiert monatlich zwischen acht und 15 Dollar - interessanterweise geben weibliche Spieler deutlich mehr Geld aus.
Für jeden etwas
Die In-App-Käufe machen bei Glu Mobile mittlerweile über 70 Prozent der Erlöse aus. Die weiteren Einnahmen werden in erster Linie mit Werbung erzielt. Dank des umtriebigen Firmenchefs Niccolo di Masi ist Glu Mobile in wenigen Jahren die Transformation vom einfachen Handy-Spielverkäufer zu einem der erfolgreichsten Anbieter für Smartphone-Games gelungen. Wurden 2009 weniger als zehn Prozent der Umsätze mit Smartphone-Spielen verdient, dürften es 2012 rund 90 Prozent werden.
Im Unterschied zu vielen Konkurrenten, die wie Rovio mit „Angry Birds" nur einen echten Bestseller im Portfolio haben, ist Glu Mobile deutlich breiter aufgestellt. Allein im laufenden Jahr sollen 23 neue Spiele veröffentlicht werden
Ab 2013 wird Geld verdient
Dass Glu Mobile mit seinen Games den Geschmack der Nutzer trifft, spiegelt sich eindrucksvoll in den Zahlen wider. In diesem Jahr sollen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um knapp 30 Prozent auf 92 Millionen Dollar zulegen, für 2013 wird sogar mit einem Umsatzzuwachs um fast 40 Prozent auf dann 126 Millionen Dollar gerechnet. Im kommenden Jahr soll auch erstmals unter dem Strich Geld verdient werden. Die Analysten erwarten einen Gewinn von durchschnittlich 0,16 Dollar pro Aktie. In den folgenden Jahren sollte sich dann das Umsatzwachstum auch voll auf die Gewinne durchschlagen.
Heißer Übernahmekandidat
Die Aktie von Glu Mobile hat eine sehr bewegte Vergangenheit hinter sich. Im Jahr 2007 zu 11,50 Dollar an die Börse gekommen, rutschte das Papier bis 2009 auf nur noch 0,25 Dollar ab. Die konsequente Fokussierung auf den Smartphone-Markt läutete dann die Wende ein. Mittlerweile ist Glu Mobile einer der heißesten Übernahmekandidaten auf dem amerikanischen Kurszettel. Das weiß auch Firmenchef di Masi, der den Firmenwert seines Unternehmens auf mindestens 500 Millionen Dollar taxiert, was im Vergleich zur aktuellen Bewertung einem Aufschlag von gut 40 Prozent entspricht.

Voll im Trend!
Wer auf den Wachstumsmarkt Mobile Gaming setzen will, kommt an Glu Mobile nicht vorbei. Das Unternehmen ist bestens positioniert und kurz vor dem Sprung in die Gewinnzone. Nur eine Übernahme könnte den langfristigen Aufwärtstrend der Aktie stoppen. Diese müsste aber den Anlegern mit einer satten Prämie schmackhaft gemacht werden. Charttechnisch ist die Aktie gerade nach oben ausgebrochen. Das Kursziel beträgt 7,20 Euro, zur Absicherung sollte bei 3,40 Euro ein Stopp platziert werden.
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