MIFA-Aktie tritt wieder kräftig in die Pedale
Die MIFA AG hat in den letzten Monaten ein erstaunliches Tempo vorgelegt. Kauf der Rad-Edelschmiede Grace, damit den Vertag zur Produktion des Smart-E-Bikes und im Anschluss die Übernahme der Premium-Rad-Schmiede Steppenwolf. Zu Wochenbeginn machte die Aktie endlich wieder Boden gut. Wie viel Potenzial hat das Papier noch?
In den letzten Handelstagen kam die Aktie der MIFA AG verstärkt unter Druck. Kurzzeitig ging es sogar unter die wichtige Marke von 7 Euro. Händlern zu Folge hat ein Small-Cap-Fonds seine Position reduziert. Bei dem geringen Handelsvolumen lösen größere Verkaufsorders stärkere Bewegungen nach unten aus. Wichtig war allerdings, dass sich die Aktie über der Marke von 6,50 Euro halten konnte. Bereits am Montag schloss die Aktie auch schon wieder bei 7,10 Euro. Und am Dienstag ging es sogar mit Unterstützung einer positiven Unternehmensmeldung kräftig nach oben.
High-Tech-Schmiede
Der absatzstärkste Fahrradhersteller Deutschlands hat nämlich ein neues E-Bike entwickelt, bei dem die Kette komplett entfällt. Die Energie aus der Muskelkraft des Fahrers wird dabei rein elektrisch an das Hinterrad übertragen. Bei bisherigen Modellen war dies nur über eine Kette oder Welle möglich. Zudem kommt das technische Phänomen der sogenannten Rekuperation zum Tragen: Beim Bremsen wird die entstehende Energie in den Akku zurückgespeist. So werden gleichzeitig Leistung des Akkus und Reichweite deutlich erhöht. „Dass wir diese Entwicklung mit einem Generator-/Motorprinzip zum Funktionieren gebracht haben, ist ein Spitzenergebnis", erläutert Sandy Hille, Ingenieur bei der MIFA. Ohnehin befindet sich MIFA im Wandel.
Gut positioniert
Die Kombination aus Preisführerschaft, Automatisierungstechnik und Innovationskraft bietet ein gesichertes Wachstum, insbesondere bei der jungen Zielgruppe der Generation Apple. Ebenfalls positiv: Die Hauptstädter hatten sich bereits im Vorfeld einen Auftrag von Daimler gesichert. Jetzt werden die modernen Smart-E-Bikes in Sangerhausen gebaut. Dazu wurde eine eigene Produktionsstätte aufgebaut. Höchste Anforderungen wurden von Daimler gestellt - kein Problem für Wicht und sein Team. Durch Grace und die Smart-Bikes steht MIFA noch mehr im Rampenlicht. Da kam Wicht der Deal mit Steppenwolf gerade recht. Der Münchner Premiumhersteller wurde kurzerhand auch noch mit geschluckt. Die MIFA fertigt nicht mehr nur günstige Räder für Real oder Aldi, sondern ist innerhalb kürzester Zeit zum einem echten Allrounder geworden.
Luft nach oben
Die MIFA AG hat in den letzten Monaten ein erstaunliches Tempo vorgelegt. Fazit: unbedingt dabei bleiben.
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