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MIFA: Zwischenspurt dank E-Bike-Boom

Jochen Kauper

Die Mitteldeutsche Fahrradwerke AG bleibt auf Erfolgskurs. Dank des großen Erfolgs des E-Bike steuert der Fahrradhersteller erneut auf ein Rekordergebnis zu. Die Aktie ist weiterhin kaufenswert.

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Peter Wicht hat Wort gehalten. Der vorstand der Mitteldeutschen Fahrradwerke AG hat im Vorfeld immer wieder betont, dass nicht nur der E-Bike-Boom die Geschäfte der MIFA antreiben. Im ersten Quartal konnten Wicht & Co den Umsatz um 7,4 Prozent auf 39,8 Millionen Euro steigern. Überproportional dazu stieg das EBIT. Von 37 Millionen Euro ging es auf 39,8 Millionen Euro nach oben. Ein Plus von 18,7 Prozent.

E-Bikes gefragt

Zwar wurden mit 209.000 Räder rund 6,7 Prozent weniger Zweiräder verkauft als im Vorjahreszeitraum. Diesen Rückgang konnte MIFA allerdings mehr als kompensieren. In erster Linie wurden die höherpreisigen E-Bikes an die Frau beziehungsweise an den Mann gebracht. Diese werden allen voran von den großen Einzelhandelsketten vertrieben.

Aussichtsreiches Investment

Erstmals vollkonsolidiert wurde der Berliner E-Bike-Hersteller Grace. Dieser wurde im März von der  MIFA AG übernommen. Grace trug zum Umsatz im ersten Quartal nur 0,9 Millionen Euro bei und lieferte einen leicht negativen Ergebnisbeitrag. Vorstand Wicht begründet dies mit Anlaufkosten der Produktion sowie der Integration von Grace in den Geschäftsbetrieb der MIFA. „Für das Großprojekt smart ebike sind bereits im ersten Quartal Kosten für Entwicklung und Vorproduktion angefallen, die Fakturierung erfolgt jedoch erst im Rahmen der Auslieferung im zweiten und dritten Quartal 2012", so Wicht.

Neues Projekt

Der Bereich E-Bikes gilt als der Wachstumsmarkt schlechthin. MIFA-Vorstand Peter Wicht will in den nächsten Monaten kräftig Gas geben. Zuletzt konnte der ehrgeizige Vorstand bereits ein Erfolgserlebnis präsentieren. Die Mitteldeutschen Fahrradwerke steigen in das Geschäft mit dem kommunalen Fahrradverleih ein. Erster Kunde ist die Stadt Warschau. Künftig werden rund 2.000 Fahrräder an zunächst 125 Stationen angeboten. Im Verleihgeschäft kooperiert Deutschlands absatzstärkster Fahrradhersteller mit der Nextbike aus Leipzig. Die Warschauer Verkehrsverwaltung hatte das Fahrradverleihsystem ausgeschrieben. Es entsteht zunächst im Stadtkern, soll aber in Kooperation mit weiteren Stadtteilen und Privatfirmen ausgebaut werden.

Erfolgreiches Tandem

Mit Carsten Maschmeyer auf dem Gepäckträger wird es in den nächsten Wochen bei der MIFA weiterhin gut laufen. Vor wenigen Monaten ist der ehemalige AWD-Gründer bei der  Mitteldeutschen Fahrradwerke AG eingestiegen. Mittlerweile ist er der wichtigste Ankeraktionär.

Aufsteigen und laufen lassen

Nach einem Zwischenspurt bis auf knapp 11,00 Euro ist die MIFA-Aktie Papier in den letzten Tagen wieder etwas zurückgefallen. In Finanzkreisen wird ein unprofessionell durchgeführter Verkauf eines Small-Cap-Fonds als Grund angeführt. Dieser hat dem Vernehmen nach seine MIFA-Position nun aber komplett verkauft. Im Bereich der 8-Euro-Marke hat die Aktie daher wieder gedreht. Die Geschäftsaussichten für die Gesellschaft bleiben unverändert positiv. Anlegern eröffnet sich daher eine interessante Nachkaufchance.

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