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MIFA: Mehr E-Bikes = höhere Margen = steigende Aktie

Jochen Kauper

Die MIFA AG bleibt auf der Erfolgsspur. Der Umsatz wurde in den ersten sechs Monaten weiter nach oben geschraubt – und damit die Einschätzung vom AKTIONÄR eindrucksvoll bestätigt. Das Ziel von Vorstand Peter Wicht ist klar: Mehr E-Bikes = höhere Margen = steigende Aktie.

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MIFA-Vorstand Peter Wicht ist ein Unternehmenslenker der alten Schule. Nicht zu viel versprechen. Prognosen einhalten. Neue Deals an Land ziehen. Das ist dem Vorstand des ostdeutschen Traditionsunternehmens in den letzten Monaten hervorragend gelungen. Das Unternehmen fährt neuen Rekorden entgegen. Der Umsatz stieg in den ersten sechs Monaten um 3,7 Prozent auf 80 Millionen Euro. Das unbereinigte EBIT betrug 5,4 Millionen Euro. Besonders hervorzuheben ist die Zahl der verkauften E-Bikes. Hier legte der Absatz um 68 Prozent auf 37.000 Räder zu. Der Anteil der hochwertigen Räder am Gesamtumsatz beträgt mittlerweile 26,5 Prozent. Dabei wurden mit E-Bikes durchschnittlich etwa viermal so hohe Absatzpreise erzielt wie mit konventionellen Fahrrädern. "Es ist unsere Strategie, den Absatz hochwertiger E-Bikes konsequent und deutlich auszubauen - unter Beibehaltung unseres starken Kerngeschäfts mit konventionellen Fahrrädern. Die Umsätze im ersten Halbjahr 2012 belegen, dass sich dies bereits auszahlt. Zudem handeln wir schon dieser Tage mit unseren Großabnehmern die Verträge für die kommende Fahrradsaison aus", kommentiert der Vorstand die Zahlen.

Guter Deal

Wicht hat den Fahrradhersteller für die nächsten Jahre in Position gebracht. Besonders hob der Unternehmenslenker die gelungene Übernahme des Berliner E-Bike-Herstellers Grace hervor. Das Unternehmen hat sich als Technologieführer im Premium-Segment positioniert. "Für das Geschäftsjahr 2012 sind wir sehr zuversichtlich - und das liegt nicht zuletzt auch an Grace", so der MIFA-Vorstand zuletzt gegenüber dem AKTIONÄR.   

 

Weichenstellung

"Im Halbjahresergebnis sehen wir zwar noch Sonderfaktoren aus der Betriebsverlagerung und dem Anlauf der Produktion für smart. Diesen Aufwendungen im ersten Halbjahr wird im dritten und vierten Quartal aber ein Mehr an Umsatz und Ertrag gegenüberstehen. Darüber hinaus ergeben sich langfristig Synergieeffekte, die unsere Profitabilität nachhaltig steigern sollten", erklärt Vorstand Wicht. Die Rechnung ist also ganz einfach: Die Kosten sind bereits in den Zahlen enthalten. Die Umsätze werden dagegen erst in den nächsten Monaten voll mit in das Ergebnis einfliessen. Entsprechend positiv dürfte sich das Zahlenwerk im dritten Quartal gestalten. Die MIFA wird wieder höheren Erträgen entgegen radeln.

Weiter radeln

Der letzte Schwächeanfall des Papiers - die Aktie rutschte zwischenzeitlich unter die 7-Euro-Marke - wird von Martteilnehmern mit schwachen Zahlen des niederländischen Fahrradkonzerns Accell begründet. Die MIFA-Zahlen sprechen eine ganz andere Sprache. MIFA-Aktionäre sollten sich also nicht aus der Ruhe bringen lassen. Der Tipp des Tages vom 8. August ist weiterhin ein klarer Kauf.

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