MIFA: E-Bikes für die Generation Apple
Die MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG übernimmt den deutschen E-Bike-Hersteller Grace. Damit ist der Gesellschaft der Sprung zum Anbieter im Premiumsegment gelungen. Ein geschickter Schachzug. So kann Deutschlands absatzstärkster Fahrradproduzent eine deutlich höhere Marge erzielen, die wiederum eine höhere Bewertung zur Folge hätte. DER AKTIONÄR erhöht das Kursziel auf 12,50 Euro.
Die MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG übernimmt mehrheitlich den deutschen E-Bike-Hersteller Grace. Mit der Akquisition setzt die Gesellschaft ein starkes Zeichen für die Zukunft der Elektromobilität. Die in Berlin ansässige Grace bietet ausschließlich innovative und hochwertige Elektroräder im gehobenen Preissegment und produziert unter anderem das im Frühjahr auf den Markt kommende, technologisch und gestalterisch sehr anspruchsvolle smart ebike. Das Elektro-Zweirad vom Kleinstwagenspezialisten smart wird noch im Frühjahr auf den Markt kommen.
Hervorragende Ergänzung
"Jetzt können qualitativ sehr hochwertige, stylische und auch exklusive E-Bikes angeboten werden", sagt MIFA-Vorstand Peter Wicht. Hohe Stückzahlen, die bereits für verschiedene Großkunden produziert werden, machen die MIFA AG schon jetzt zu einem sehr starken Player im Zukunftsmarkt der E-Mobilität. Die Kombination aus Preisführerschaft, Automatisierungstechnik und Innovationskraft bedeutet für das ostdeutsche Traditionsunternehmen ein gesichertes Wachstum, insbesondere bei der jungen Zielgruppe der Generation Apple. "Mit dem Zukauf von Grace gewinnen wir Know-how bei Design und technischer Entwicklung; eine hervorragende Ergänzung zu unseren Schlüsselkompetenzen bei der effizienten Produktion großer Stückzahlen", ergänzt Wicht. Der bisherige Entwicklungsstandort in Berlin wird beibehalten. Bei der Produktion dürfte die MIFA zusätzliche Skaleneffekte nutzen. Über den Kaufpreis der Übernahme haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

Deutlich höhere Marge
DER AKTIONÄR hat bereits mehrfach erklärt, dass MIFA vor allem von der starken Nachfrage nach E-Bikes, bei denen das Treten von einem Elektromotor unterstützt wird, profitiert. Mit der Übernahme des Spezialisten für innovative und hochwertige Elektroräder kann die Gesellschaft in Zukunft auch eine deutlich höhere Marge erzielen. Die bisherigen Schätzungen des AKTIONÄR haben für das laufende Jahr einen Umsatz von rund 110 Millionen Euro und eine Marge von 7,5 auf rund 8,5 Prozent vorgesehen. Diese Prognosen werden nun überarbeitet. Schon jetzt ist klar, dass die Gesellschaft mit diesem geschickten Schachzug die Basis für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung geschaffen hat. DER AKTIONÄR erhöht daher Kursziel auf 12,50 Euro. Ein Stopp bei 6,50 Euro sichert den Kurs des Tipp des Tages ab.
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