MIFA: Applaus von allen Seiten
760 Prozent Kursgewinn in den letzten drei Jahren. Für einen Fahrradhersteller eine wirklich atemberaubende Performance. Dafür gab es auf der Hauptversammlung für Vorstand Peter Wicht von den Aktionären auch jede Menge Applaus. Die Aktie bleibt ein Kauf.
Peter Wicht brachte es schnell auf den Punkt: „Die MIFA ist auf dem deutschen Fahrradmarkt optimal positioniert", so der Vorstand gegenüber den Aktionären. Letztere hatten wirklich keinen Grund zur Klage. Umsatz und Ertrag befinden sich auf Rekordkurs, die Aktie ist einer der Top-Performer unten den deutschen Nebenwerten und zu guter letzt hat sich mit dem AWD-Gründer Carsten Maschmeyer noch ein interessanter Ankeraktionäre bei der MIFA eingekauft.
Gelungener Deal
„Im vergangenen Geschäftsjahr ist uns der Einstieg in das Zukunftssegment ‚E-Mobilität' gelungen, und diese Erfolgsgeschichte haben wir im laufenden Jahr bereits fortgeschrieben", so Peter Wicht weiter. Besonders hob Wicht die Übernahme des Berliner E-Bike-Herstellers Grace hervor. Zwar gab es durch die Integration im ersten Quartal 2012 noch eine Ergebnisbelastung, jedoch dürfte Grace in Zukunft für steigende Margen bei der MIFA sorgen. Schließlich hat sich das Unternehmen als Technologieführern im Premiumsegment positioniert. „Auch für das Geschäftsjahr 2012 sind wir sehr zuversichtlich - und das liegt nicht zuletzt auch an Grace", so der MIFA-Vorstand weiter.
Es läuft
Aber nicht nur der E-Bike-Boom hat die Geschäfte der MIFA in den ersten drei Monaten 2012 angetrieben. Wicht & Co steigerten den Umsatz um 7,4 Prozent auf 39,8 Millionen Euro steigern. Überproportional dazu ging es mit dem EBIT von 37 Millionen Euro auf 39,8 Millionen Euro nach oben. Ein Plus von 18,7 Prozent.
E-Bikes gefragt
Zwar wurden mit 209.000 Räder rund 6,7 Prozent weniger Zweiräder verkauft als im Vorjahreszeitraum. Diesen Rückgang konnte MIFA allerdings mehr als kompensieren. In erster Linie wurden die höherpreisigen E-Bikes an die Frau beziehungsweise an den Mann gebracht. Diese werden allen voran von den großen Einzelhandelsketten vertrieben.

Weiter treten
Die MIFA-Aktie Papier ist in den letzten Tagen wieder etwas zurückgefallen. In Finanzkreisen wird ein unprofessionell durchgeführter Verkauf eines Small-Cap-Fonds als Grund angeführt. Dieser hat dem Vernehmen nach seine MIFA-Position nun aber komplett verkauft. Im Bereich der 8-Euro-Marke hat die Aktie daher wieder gedreht. Die Aussichten für die MIFA bleiben unverändert positiv. Anlegern eröffnet sich eine interessante Nachkaufchance.
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