mic AG auf Erfolgskurs
Die Münchener Beteiligungsgesellschaft mic AG hat ihre Beteiligung am Potsdamer Software-Unternehmen hello2morrow GmbH komplett veräußert. Die Gesellschaft steht vor einem neuen Rekordjahr.
Erneut positive News aus dem Hause mic AG: Der Münchener Venture-Capital-Spezialist hat seine Beteiligung am Potsdamer Software-Unternehmen hello2morrow GmbH komplett veräußert. Der Bar-Transaktion liegt eine Bewertung im niedrigen siebenstelligen Euro-Bereich zugrunde. Der Frühphasenfinanzierer war im Januar 2008 mit 25,01 Prozent bei hello2morrow eingestiegen. Im Rahmen der Fusion der Potsdamer mit dem Wettbewerber Software-Tomography GmbH war der Anteil der mic AG auf 14,29 Prozent gesunken.
Weitere Exits im zweiten Halbjahr
"Wir haben uns frühzeitig bei hello2tomorrow engagiert und das Unternehmen beim Aufstieg zum europäischen Marktführer im Segment der Werkzeuglösungen für Softwarearchitekturmanagement aktiv unterstützt. Wir haben der Gesellschaft Kapital sowie Know-how und unser Netzwerk zur Verfügung gestellt und somit einen wesentlichen Beitrag zu der deutlichen Steigerung des Unternehmenswerts geleistet", kommentiert Vorstandschef Claus-Georg Müller den erfolgreichen Exit. "Zudem stehen wir aktuell in aussichtsreichen Verhandlungen und werden bis Jahresende weitere Abschlüsse vermelden können", so Müller weiter.
Ehrgeizige Ziele
Für das laufende Geschäftsjahr hat Müller ehrgeizige Ziele. "Auf das Gesamtjahr gesehen wollen wir die Rekordzahlen des Jahres 2010 erneut übertreffen", zeigte sich der Vorstandschef bei der Vorlage der 2010er-Zahlen optimistisch. Im Geschäftsjahr 2010 hatte die mic AG einen Jahresüberschuss von 6,2 Millionen Euro erzielt. Zudem soll die in der kommenden Woche stattfindende Hauptversammlung die Ausgabe von Gratisaktien im Verhältnis 10:1 beschließen. Bereits Ende April hatte Müller im AKTIONÄRs-Interview ein "Schmankerl für die Aktionäre" angekündigt.

KGV 3 bietet Kaufchance
Nach dem jüngsten Kursrückgang wird die mic AG aktuell mit nur 18 Millionen Euro bewertet. Auf Basis des 2010er-Gewinns entspricht dies einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von nur 3. Kann die Gesellschaft dieses Ergebnis im laufenden Jahr wiederholen, wären deutlich höhere Notierungen gerechtfertigt. Zumal die Münchner nach eigener Aussage "viele Überraschungen in der Pipeline" haben. Ein Stopp bei 3,50 Euro sichert die Spekulation ab.
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