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Metro enttäuscht auf ganzer Linie

Steffen Eidam

Die nächste schlechte Nachricht für Metro. Deutschlands größter Einzelhandelskonzern hat im dritten Quartal die Gewinnerwartungen deutlich verfehlt. Die Aktie kann zumindest heute zulegen.

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Die Probleme bei den Elektroniktöchtern, die Absatzkrise in Süd- und Osteuropa, die schleppende Umstrukturierung: All das sind die Gründe, einen großen Bogen um die Metro-Aktie zu machen. Den Anlegern scheint der heftige Gewinneinbruch aber kaum zu interessieren. Sind die schlechten Nachrichten schon im Kurs eingepreist?

Miserables Quartal

Viele Analysten haben nach der Gewinnwarnung Anfang Oktober ihre Erwartungen für die Metro-Zahlen zurückgeschraubt. Mit den soeben vorgelegten Quartalszahlen hat der Düsseldorfer Handelskonzern allerdings selbst die revidierten Daten verfehlt. So sank das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (EBIT) von 614 auf 398 Millionen Euro. Unter dem Strich blieben nur noch 77 Millionen Euro nach 190 Millionen Euro im Vorjahr in den Büchern hängen. Analysten hatten ein EBIT von 423 Millionen Euro und einen Überschuss von 162 Millionen Euro erwartet. Der Umsatz verbesserte sich im dritten Quartal minimal von 15,8 auf 15,9 Milliarden Euro.

(Don't) Buy on bad news?

Mit den vorgelegten Zahlen sorgte Metro erneut für eine Enttäuschung. Dennoch kann die Metro-Aktie heute leicht zulegen. Plausible Gründe gibt es hierfür nicht. Zumal das von Firmenlenker Olaf Koch bestätigte Jahresziel eines operativen Gewinns von rund zwei Milliarden Euro äußerst ambitioniert erscheint. Für die Metro-Aktie kann keine Entwarnung gegeben werden. Anleger machen einen Bogen um die Aktie.

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