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Metro-Chef Koch befürchtet Flaute

Steffen Eidam

Der Handelskonzern Metro kämpft derzeit mit einer ganzen Reihe von Problemen. Firmenlenker Koch befürchtet aufgrund der Eurokrise eine sinkende Konsumfreude. Die Aktie sackt heute massiv ab.

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Die Abwärtsbewegung der Metro-Aktie gewinnt zum Wochenauftakt an Fahrt. Auslöser sind pessimistische Aussagen von Konzernlenker Olaf Koch. Neben hausgemachten Problemen bekommt das Handelsunternehmen möglicherweise bald die Auswirkungen der Eurokrise zu spüren.

Aufschwung passé

Im Interview mit der Bild am Sonntag brach Metro-Chef Olaf Koch eine Lanze für den Euro. Die Gemeinschaftswährung sei nach wie vor „ein Segen für Europa". Weniger positiv sieht er die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone. Die anhaltende Krise dürfte sich nach Meinung Kochs auch auf die Kauflust der Bundesbürger durchschlagen: "Die Euro-Krise verdirbt den Deutschen die Kauflust. Wir rechnen beim Konsum in diesem Jahr bestenfalls noch mit einem kleinen Plus."


Online-Handel forcieren

Einen möglichen Abstieg aus dem DAX sieht Koch gelassen entgegen. Selbst in diesem Fall würde der Konzern sein Restrukturierungsprogramm weiter fortsetzen. Viel Potenzial macht Koch insbesondere bei seinen Elektronik-Töchtern Media Markt und Saturn aus. "Wir sind überzeugt, dass wir mit unseren beiden neuen Online-Shops in kürzester Zeit einen Umsatz in dreistelliger Millionenhöhe erreichen werden." Auf einen Preiskampf mit Billig-Wettbewerbern will sich Koch künftig nicht einlassen. Die Angebote sollen demnach im Branchendurchschitt liegen.  

Talfahrt verschärft

Die Metro-Aktie führt am Montag die Verliererliste im DAX an. Anleger sollten nach wie vor  einen Bogen um die Titel machen. Aus charttechnischer Sicht ist die Aktie aus einem kurzfristigen Trendkanal gefallen. Für spekulative Anleger könnte sich der Kauf eines Wave-XXL-Put mit der WKN DX0EUZ (aktuell: 0,61 Euro, K.O.-Schwelle 25,15 Euro lohnen). In den nächsten Tagen dürfte der Einstieg etwas günstiger als auf dem aktuellen Niveau möglich sein.

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