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Arcandor: Nicht Berggruen, sondern doch Metro?

Andreas Deutsch

Eckhard Cordes hat die Hoffnung immer noch nicht aufgegeben. Der Metro-Chef glaubt immer noch an einen Zusammenschluss von der Metro-Tochter Kaufhof und der insolventen Warenhauskette Karstadt. Unterdessen geht der Streit um die Mietkonditionen zwischen dem Investor Nicolas Berggruen und Highstreet weiter.

Metro-Chef Cordes sagte zur Welt, der Zusammenschluss von Kaufhof und Karstadt sei "eine gute Lösung". Der Markt sei nicht groß genug für zwei. "Irgendwann wird es zu einem Zusammenschluss kommen, wann und unter welchen Umständen auch immer", so Cordes weiter. Die Metro hatte bereits vor der Insolvenz versucht, Karstadt-Standorte für Kaufhof zu gewinnen, war aber gescheitert.

Viel Charme

Nach Meinung Cordes' habe auch eine europäische Warenhausallianz viel Charme. "So könnten die Warenhäuser in Deutschland von Erfahrungen in den anderen Ländern und von gemeinsamen Einkaufsvorteilen profitieren und auch Marken bekommen, die bisher von europäischen Wettbewerbern, aber nicht von uns, angeboten werden können."

In Deutschland sieht der Metro-Chef Konsolidierungsbedarf. "Wenn man sich auf die guten Plätze konzentriert, kann man auch mit Warenhäusern in Deutschland gutes Geld verdienen."

Weitere Verschiebung

Unterdessen geht der Streit um die Mietkonditionen zwischen dem Investor Nicolas Berggruen und Highstreet weiter. Gestern sollte die Entscheidung über Karstadt gefällt werden. Doch offenbar ist Insolvenzverwalter Klaus-Hubert Görg vom Gläubigerausschuss beauftragt worden, beim Amtsgericht Essen eine Fristverlängerung für die Entscheidung über den Insolvenzplan zu beantragen. Stichtag ist nun - wie es in Medienberichten heißt - der 2. September.

Schnelle Einigung gefordert

Die Gewerkschaft Ver.di hat das Verfahren kritisiert. "Jede weitere Verzögerung zerrt an den Nerven der Belegschaft", sagte die Ver.di-Vize-Chefin Margret Mönig-Raane der Bild am Sonntag. Alle Beteiligten seien dazu aufgefordert, jetzt zügig und konstruktiv die letzten Hindernisse aus dem Weg zu räumen.

Zockeraktie

DER AKTIONÄR hat seine Einschätzung zur Arcandor-Aktie nicht geändert. Das Papier taugt nur für Zocker.

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