Metro-Aktie: Purzelnde Kursziele
Ende der vergangenen Handelswoche schockte Metro die Märkte mit einer gekappten Jahresprognose. Nun haben zahlreiche Analysten ihre Empfehlungen für die Aktie des langjährigen DAX-Konzerns angepasst und dabei ihre Kursziele teils drastisch reduziert. Zu Recht?
Benjamin Peters von der UBS hat das Kursziel für Metro nach der jüngsten Gewinnwarnung der Vorwoche von 23 auf 20,50 Euro gesenkt und die Einstufung auf „Neutral" belassen. Sein Kollege John Kershaw von Exane BNP Paribas hat das Kursziel sogar von 29 auf 20 Euro reduziert und die Aktie des DAX-Absteigers um zwei Stufen von „Outperform" auf „Underperform" abgestuft. Die signifikante Gewinnwarnung habe das Chance-Risiko-Profil deutlich verschoben.
Keine Überraschung?
Nomura-Analyst Nick Coulter ist etwas optimistischer. Er sieht das Kursziel nun bei 24 Euro. Zuvor hatte er allerdings 28 Euro als Ziel für die Metro-Aktie ausgegeben. Damit sei die Aktie aber weiter ein Kauf. Trotz eines Kursziels von 25 Euro ist Metro nach Ansicht von James Collins von der Deutschen Bank nur einen Halteposition. Nach Ansicht des Analysten sei bereits nach den schwachen Zahlen der ersten zwei Quartale klar gewesen, dass die ursprünglichen Ziele kaum erreicht werden können.

Kursziel 20 Euro
DER AKTIONÄR hat bereits lange vor der Prognosesenkung darauf hingewiesen, dass der neue Metro-Chef Olaf Koch die Jahresziele verfehlen dürfte, und dass die Aktie erst bei Kursen um die 20 Euro fair bewertet ist. Die Analysten haben daher ihre Kursziele zu Recht angepasst. Diesen Bereich hat sie nach dem jüngsten Kursrutsch wieder fast erreicht. Da nach wie vor keine Besserung inlange Sicht ist, sollten Anleger Metro weiter meiden.
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