Metro: Verluste an allen Ecken
Der Handelsriese Metro hat den Start ins neue Jahr verpatzt. Von Cash & Carry über MediaSaturn bis hin zu Real und Kaufhof: In allen vier Konzernbereichen steht im ersten Quartal 2012 ein operativer Verlust zu Buche. Eine Trendwende ist nicht in Sicht.
Metro ist im ersten Quartal noch tiefer als bisher in die Verlustzone gerutscht. Nach Minderheiten ist der Nettoverlust von drei auf 82 Millionen Euro gestiegen. Beim EBIT rutschte der Konzern sogar ins Minus. Statt einem Plus von 142 Millionen Euro, muss Metro ein Minus von neun Millionen Euro vermelden. Der Umsatz hat sich immerhin um rund zwei Prozent auf 15,6 Milliarden Euro erhöht. Metro begründet die Verluste mit einer Preisoffensive sowie höheren Expansionskosten.
Geil war gestern
Besonders enttäuschend ist MediaSaturn ins neue Jahr gestartet. Allein bei der Elektroniktochter fiel das EBITDA um rund 64 Prozent auf 46 Millionen Euro. Beim EBIT vermeldet MediaSaturn sogar ein Minus. Während vor einem Jahr noch ein Plus von 65 Millionen Euro zu Buche stand, haben die Elektromärkte im Auftaktquartal 2012 ein Minus 20 Millionen Euro angehäuft. Da hilft es auch nichts, dass der Onlineumsatz der Elektroniktochter von 19 auf 166 Millionen Euro gestiegen ist.

Aktie hat weiter Abwärtspotenzial
Trotz des schwachen Jahresauftakts will der Handelsriese im Gesamtjahr will die Metro beim Umsatz zulegen, und das um Sondereffekte bereinigte EBIT stabil halten. Dass dies gelingt ist anzuzweifeln. Alle vier Konzersparten kämpfen unverändert mit großen Problemen, auf die der neue Konzernchef Olaf Koch noch keine überzeugenden Lösungen gefunden hat. Vor diesem Hintergrund hat die Aktie weiterhin ein Abwärtspotenzial bis 20 Euro.
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