Metro: Strohfeuer oder Wende?
Die Metro-Aktie startet durch. Mit einem Plus von rund fünf Prozent führen die Papiere des Handelskonzerns die Gewinnerliste im DAX an. Ist die Talfahrt nun zu Ende?
Metro verstärkt seine Anstrengungen im Segment E-Commerce, zudem gaben mehrere Analystenhäuser ihre Einstufung zu der Aktie ab. Spektakuläre Nachrichten sind das nicht. Dennoch wird die Aktie an der Börse gefeiert. War das der Startschuss zur Aufholjagd?
Keine Details
In einer knappen Pressemitteilung gab der Düsseldorfer Handelskonzern heute bekannt, die (seit Langem angekündigten) E-Commerce-Aktivitäten zu verstärken. Hierzu wurden über die Tochter Media-Saturn Anteile am Re-Commerce-Anbieter Flip4New erworben. Über die Höhe der Beteiligung und dem Kaufpreis machte der DAX-Konzern allerdings keine Angaben. Flip4New kauft nicht mehr benötigte Elektronikartikel und Medien ein und vermittelt diese anschließend auf E-Commerce-Plattformen wie eBay an Endkunden weiter. Künftig können somit auch Media-Saturn-Kunden ihre gebrauchten Geräte gegen einen entsprechenden Gutschein eintauschen.
Nicht Fisch, nicht Fleisch
Darüber hinaus haben die Experten der UBS ihre Einstufung zur Metro-Aktie mit „Neutral" bestätigt. Nach den anhaltenden Kursverlusten der letzten Zeit sei das Rückschlagspotenzial derzeit begrenzt. Die Titel wurden daher von der "Least Preferred List" der europäischen Lebensmittel-Einzelhändler gestrichen.
Das Analysehaus Kepler hat die Titel der Metro sogar von "Reduce" auf "Hold" hochgestuft. Allerdings wurde das Kursziel bei 20 Euro belassen. Mittlerweile sei im Kurs auch das schwierige Marktumfeld außerhalb des Nahrungsmittelbereiches eingepreist. Dennoch: Das Anlageszenario, so heißt es weiter, bleibt weiter unattraktiv solange Metro nicht proaktiv eine Spartenstruktur einführe, mit der die einzelnen Teilbereiche besser für die Internet-Konkurrenz gerüstet seien.

Strohfeuer
Bei der Metro-Aktie kann trotz des heutigen Kurssprungs keine Entwarnung gegeben werden. Ein nachhaltiger Ausbruch über den Widerstand bei 21,50 Euro würde zumindest aus charttechnischer Sicht den Aufbau einer Einstiegsposition rechtfertigen. Fundamental bleibt weiter vieles im Argen beim Handelskonzern.
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