Metro: Commerzbank bleibt optimistisch
Die Aktie des Handelsriesen Metro ist heute wieder einmal am unteren Ende des DAX zu finden. Am aktuellen Kommentar der Commerzbank dürfte das allerdings nicht liegen. Die zweitgrößte Privatbank Deutschlands bleibt langfristig optimistisch. Sollten Anleger nach den massiven Kursverlusten der vergangenen Monate wieder zugreifen?
Das Interview des Metro-Chefs Olaf Koch mit der Bild am Sonntag hat an der Börse eingeschlagen wie eine Bombe. Dass der Konzernlenker eine Flaute befürchtet, setzte die Aktie des Handelsriesen massiv unter Druck. Die zaghafte Konsolidierung oberhalb von 22 Euro war bereits am Montag hinfällig. Die Commerzbank hat die Einstufung für Metro nichtsdestotrotz auf "Hold" mit einem Kursziel von 23,50 Euro belassen.
Längerfristig kein Grund zur Beunruhigung
Nach Ansicht des Commerzbank-Analysten Jürgen Elfers bleibt die Großmarkt-Sparte Cash & Carry auch mittelfristig der Wachstumsmotor des Handelskonzerns. Zwar dürfte die operative Marge der Großhandelsmärkte von derzeit 3,7 Prozent vorübergehend sinken. Längerfristig sieht Elfers aber keinen Grund dafür, dass sie nicht wieder über vier Prozent klettern sollte.

Spekulation geglückt
DER AKTIONÄR hat bereits in Ausgabe 12/12 auf die massiven Probleme des Düsseldorfer Handelsriesen hingewiesen. Das damals ausgegebene Kursziel von 20 Euro wurde mittlerweile erreicht. Der gleichzeitig empfohlene Turbo-Put mit der WKN UB81KB hat seither rund 50 Prozent zugelegt. Anleger, die den Schein noch im Depot haben, sollten einen Teil der Gewinne mitnehmen. Angesichts des intakten Abwärtstrends können spekulativ orientierte Anleger allerdings weiter auf fallende Kurse setzen. Für einen Wiedereinstieg ist es in jedem Falle noch zu früh.
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