Thomas Bergmann
Medion steht heute im Fokus der Anleger. Der Elektronikkonzern hat den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich steigern können. Die EBIT-Marge bleibt dennoch weiter unter Druck.
Nach vorläufigen Berechnungen hat Medion im zweiten Quartal wesentlich mehr erlöst als noch 2009. Dies ist vor allem dem wachsenden Geschäft mit Notebooks zu verdanken. Die Marge bleibt unter Druck.
Unterschiedliche Reaktionen
Wie der Aldi-Lieferant gestern Abend mitteilte, ist der Umsatz im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 37 Prozent auf 345 Millionen Euro gestiegen. Ein Händler bezeichnete die vorläufigen Zahlen des Elektronikkonzerns als deutlich besser als erwartet.
Commerbank-Analyst Jürgen Elfers gab jedoch zu bedenken, dass die Brutto-Marge unter Druck bleibe und der Anstieg beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern mit plus drei Prozent gering sei. Die hohen Wachstumsraten seien auch auf die schwachen Vergleichswerte aus dem Vorjahr zurückzuführen.
Die Börse nimmt die Zahlen positiv auf. Die Aktie notiert derzeit mit 9,30 Euro rund vier Prozent über dem Schlussstand von gestern. Allerdings hat Medion bei 9,06 Euro ein Gap aufgerissen, was die Freude etwas trübt.

Mit der Hälfte einsteigen
Der Trend bei Medion zeigt nach oben - zumindest operativ. Charttechnisch betrachtet könnte noch einmal ein Rücksetzer auf die 9-Euro-Marke folgen. Es bietet sich daher an, mit der Hälfte der geplanten Position einen Fuß in die Tür zu stellen.