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Medigene: Eligard-Rechte übertragen

Bastian Galuschka

Wie erwartet hat das Biotech-Unternehmen Medigene die europäischen Lizenzrechte des Prostatakrebsmedikaments Eligard an den Partner Astellas übetragen. Dadurch füllt sich Kasse der Martinsrieder wieder auf.

Das Biotech-Unternehmen Medigene hat die Übertragung der europäischen Rechte an dem Krebsmedikament Eligard an den Partner Astellas erfolgreich abgeschlossen. Den Martinsriedern fließt dadurch eine Einmalzahlung von 15 Millionen Euro zu. Daneben wird Medigene ab dem 1. März eine 2-Prozent-Beteiligung an den europäischen Eligard-Nettoumsätzen erhalten. Zuvor entstandene Kosten aus Leistungsverpflichtungen aus dem früheren Lizenzvertrag entfallen.

Die Zahlung von 15 Millionen Euro stellt die zweite von drei Tranchen da, die Medigene nach dem im Sommer 2010 abgeschlossenen neuen Vertrag mit Astellas zustehen. Fünf Millionen Euro hatte Medigene bereits bei Vertragsunterschrift erhalten, weitere fünf Millionen Euro erwartet das Biotech-Unternehmen zur Jahreswende 2011/2012, wenn die Übertragung der Eligard-Rechte in Ländern außerhalb der EU abgeschlossen ist. Somit belaufen sich die Zahlungen auf insgesamt 25 Millioenn Euro.

2011 profitabel

Die Einmalzahlungen werden auch dazu führen, dass Medigene im laufenden Jahr einen Gewinn ausweisen kann. Im kommenden Jahr ist hingegen mit einem deutlichen Umsatzrückgang und einer Rückkehr in die Verlustzone zu rechnen. Wie es mit dem Hoffnungsträger, das Krebsmedikament EndoTAG-1, weitergeht, ist derzeit unklar. Aufgrund fehlender Impulse aus der Medikamentenpipeline bewertet DER AKTIONÄR die Medigene-Aktie daher weiterhin mit "Halten". Nachhaltig Schwung in den Titel dürfte erst mit einem Lizenzdeal für EndoTAG-1 kommen.


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