MDAX: Deutsche Wohnen für Postbank
Im deutschen Mittelwerteindex steht ein außerplanmäßiger Auf- und Abstieg an. Die Postbank fällt durch die Mehrheitsübernahme unter die Streubesitzschwelle von zehn Prozent. Heißester Aufstiegskandidat ist die Immobiliengesellschaft Deutsche Wohnen, die einen Konkurrenten ins Visier nimmt.
Nachdem sich die Deutsche Bank mehr als 50 Prozent an der Postbank gesichert hat und die Deutsche Post weitere 39,5 Prozent hält, ist der Streubesitz der Bonner Bank unter die Schwelle von zehn Prozent gefallen. Damit ist die Möglichkeit eines Fast-Exits aus dem MDAX deutlich angestiegen.
Deutsche Wohnen wird nachrücken
Wie DER AKTIONÄR bereits berichtete, ist die Deutsche Wohnen der aussichtsreichste Kandidat für die Nachfolge der Postbank im MDAX, da die Immobiliengesellschaft sowohl in in Bezug auf die Marktkapitalisierung als auch auf den Börsenumsatz die Liste der Aufstiegskandidaten anführt.
Übernahmegerüchte zu GSW
Deutsche Wohnen hat unterdessen bekanntgegeben, dass man in den vergangenen Monaten ein Konzept für die Übernahme eines Konkurrenten erarbeitet hat. Vorstandschef Michael Zahn machte sogar Andeutungen bezüglich des Übernahmekandidaten. "Eine Übernahme der GSW würden wir uns zutrauen.", sagte Zahn.
Einschätzungen bleiben unverändert
Deutsche Wohnen dürfte durch die Aufnahme in den MDAX sowie die starken Quartalszahlen und die Übernahmepläne wieder verstärkt in den Fokus der Anleger rücken. Kann die Aktie mit diesem Rückenwind die charttechnische Hürde bei 9,77 Euro überwinden, wäre der Weg bis zwölf Euro frei. Der Ausstieg der Postbank aus dem MDAX ist dagegen eine weitere Bestätigung für die Empfehlung des AKTIONÄRs, sich von den Anteilen der Bank zu trennen.
Für Analyst Frank Neumann vom Bankhaus Lampe liegt das Kursziel der Deutsche Wohnen weiter bei 9,50 Euro. Die Empfehlung lautet damit Halten. Im Interview mit dem Deutschen Anleger Fernsehen erläutert er diese Einschätzung.
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