Michael Schröder
DER AKTIONÄR hat bereits darauf spekuliert, nun ist es amtlich: Der Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer beteiligt sich mit mehr als fünf Prozent an der 3W Power Holding, der Muttergesellschaft der AEG Power Solutions. Der AWD-Gründer setzt damit nun auch auf zukunftsträchtige Segmente und den umweltbewussten Umgang mit Ressourcen. Analysten sind sich einig: Die unterbewertete Aktie bietet deutliches Kurspotenzial.
3W Power Holdings dürften nur wenige Börsianer auf der Watchlist haben. Dabei hat das Unternehmen einiges zu bieten: 3W Power ist die Muttergesellschaft des weltweit führenden Leistungselektronik-Anbieters AEG Power Solutions. Dessen Haupttätigkeiten sind die Entwicklung, Herstellung und der Verkauf von maßgeschneiderten Gleich- und Wechselstromlösungen für diverse Industrieanwendungen. AEG Power Solutions bietet beispielsweise Solarwechselrichter, Leistungssteller für Produktionsprozesse sowie Lösungen zur unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) an.
Analysten sehen viel Potenzial
Die Analysten erwarten für das abgelaufene Jahr 2011 einen Umsatz in Höhe von 420 Millionen Euro sowie einen Gewinn von 0,22 Euro je Aktie. 2012 dürfte der Konzern bereits Erlöse von rund einer halben Milliarde Euro erzielen und unter dem Strich 0,50 Euro je Aktie verdienen. Daraus resultiert ein günstiges KGV von 6. Kein Wunder also, dass alle drei Analystenhäuser, die die Aktie unter die Lupe genommen haben, eine Kaufempfehlung ausgesprochen haben. Die Kursziele liegen dabei zwischen 6,00 und 7,50 Euro. Zum Vergleich: Die Aktie notiert aktuell im Bereich von drei Euro. Der Börsenwert liegt bei knapp 150 Millionen Euro.
Zukunftsträchtige Segmente
Die Unterbewertung hat auch Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer erkannt. Über seine Vermögensverwaltung Paladin Asset Management hat er sich mit über fünf Prozent an der Gesellschaft beteiligt. "Die AEG Power Solutions hat ein breites Angebot hochinnovativer und energieeffizienzfördernder Steuerungssysteme für viele zukunftsrelevante Produkte im Bereich erneuerbare Energien und Netzausbau", erklärt Paladin-Geschäftsführer Ingo Nix. "Das Unternehmen bietet eines der umfangreichsten Produkt- und Serviceportfolios im Bereich der Stromumwandlung und -steuerung an. Dazu konzentrieren sich die Produkte der AEG auf Teile der Wertschöpfungskette, die nicht unter dem hohen Preisdruck der Solarbranche leiden", führt Nix aus. "Stromwandler, vor allem Solarwechselrichter, sowie die gesamte Leitungselektronik, sind zukunftsträchtige Segmente und wichtig für den umweltbewussten Umgang mit Ressourcen", so sein Fazit.

Luft nach oben
Ein Blick auf den Chart zeigt, dass die Aktie zuletzt nicht wirklich zu den Outperformern gehörte. Der Emissionskurs der Aktie lag im Juli 2008 noch bei zehn Euro. Seitdem ging es für die Aktie bergab, aktuell wird der Titel für drei Euro gehandelt. DER AKTIONÄR ist Maschmeyer zuvor gekommen und spekuliert mit einer Trading-Position im Real-Depot ebenfalls auf ein Ende der Underperformance und steigende Kurse. Das Erste Kursziel liegt im Bereich um vier Euro.