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Marc Faber: Crashprophet rät zum Aktienkauf

Andreas Deutsch

Crashprophet Marc Faber hat sich wieder zu Wort gemeldet. In einem Interview mit The Daily Crux schlug er bekannt pessimistische Töne an. Dabei machte er erneut keinen Hehl daraus, was er von US-Notenbank-Chef Ben Bernanke hält: nämlich nichts. Viel hält er hingegen von Gold - und Aktien.

"Wenn das Verhältnis in den USA zwischen den Zinszahlungen und den Steuereinnahmen bedenkliche Ausmaße annimmt, wird klar sein, dass der Dollar in eine schwere Vertrauenskrise rutschen wird", so Marc Faber. "Es wird dann die Frage sein, ob die Investoren auch ihr Vertrauen in die anderen Währungen verlieren werden. Falls diese Krise dramatische Ausmaße annimmt, dürften sich die Leute fluchtartig von ihrem Papiergeld trennen und es in Edelmetalle investieren."

"Clowns im Amt"

Faber sagte weiter, dass er "sein Gold niemals verkaufen wird, solange Clowns wie Ben Bernanke, Larry Summers und Tim Geithner im Amt sind".

Der Crashprophet rät Anlegern davon ab, neben Cash in den kommenden zehn Jahren auch Anleihen zu besitzen. Stattdessen sollte man Aktien kaufen.

Faber warnte vor der extremen Gelddruckerei der Notenbanken. "Dies wird irgendwann zum wirtschaftlichen Kollaps führen." Die Zinsen, so Faber, werden für immer bei null liegen. "Und mit null meine ich unterhalb der Inflationsrate."

Trübsinn, Aufschwung, Untergang

Marc Faber ist Vermögensverwalter und Herausgeber des Börsenbriefes "The Gloom, Boom & Doom Report" (www.gloomboomdoom.com), lebt seit 1973 in Hongkong. Der 63-Jährige ist bislang nur von wenigen Krisen überrascht worden. Er sagte die Japan-Baisse, den Börsencrash von 1987, die Asienkrise und das Platzen der Technologieblase 2000 voraus. Allerdings hat Faber wegen seiner oft sehr großen Skepsis auch den ein oder anderen Bullenmarkt verpasst.

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